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Interview mit Sozialpädagogen«Psychische Belastungen können nicht weggeimpft werden»

Gerade Jugendliche treffen die Einschränkungen in der Pandemie hart. Ulli Meyer vom Jugendnetzwerk Horgen sagt, was sie sich wünschen und was ihn am «Verimpfen» stört.



Ulli Meyer, Geschäftsleiter der Stiftung Jugendnetzwerk Horgen, sagt, die Gesellschaft trage die Verantwortung, Lösungen nicht nur auf die ältere Generation auszurichten.


Ulli Meyer, Geschäftsleiter der Stiftung Jugendnetzwerk Horgen, sagt, die Gesellschaft trage die Verantwortung, Lösungen nicht nur auf die ältere Generation auszurichten.
Foto: Michael Trost

Die Pandemie dauert nun schon ein Jahr. Für ältere Generationen mag das eine kurze Zeit sein, für Jugendliche ist das eine Ewigkeit.

Absolut. Ein 50-Jähriger findet es jetzt vielleicht schön, mehr Zeit zu Hause mit seiner Familie zu verbringen. Wenn die Beziehung gut ist, gibt das Erwachsenen viel Halt. Aber fragen Sie mal Jugendliche, ob sie es toll finden, ihre Zeit vor allem mit ihren Eltern zu verbringen.

Was würden Sie mir antworten?

Dass sie raus möchten, Kollegen und Kolleginnen treffen, unterwegs sein. In der Jugend möchten sie die Umwelt kennen lernen, ausgehen, das Geschlecht, das sie anzieht, entdecken. Flirten, sich ausprobieren, die eigene Wirkung testen, selbstständig werden und noch so vieles mehr. Das würden sie mir vielleicht nicht direkt so sagen, aber ich denke, dass es das ist, was sie sich wünschen würden.

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