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SicherheitsbedenkenPompeo erwägt TikTok-Sperre in den USA

US-Aussenminister Mike Pompeo deutete in einem Interview an, TikTok verbieten zu wollen. Politiker werfen der Plattform vor, Daten an die chinesische Regierung weiterzugeben.

US-Aussenminister Mike Pompeo spricht bei einer Pressekonferenz in Washington. (10. Juni 2020)
US-Aussenminister Mike Pompeo spricht bei einer Pressekonferenz in Washington. (10. Juni 2020)
Foto: Andrew Harnik/Reuters

US-Aussenminister Mike Pompeo schliesst eine Sperre von Apps aus China – insbesondere der populären internationalen Videoplattform TikTok – nicht aus. «Wir nehmen das sehr ernst. Wir sehen es uns auf jeden Fall an», sagte Pompeo am Montagabend (Ortszeit) bei Fox News.

Er war danach gefragt worden, ob die US-Regierung nicht in Erwägung ziehen sollte, soziale Medien aus China und speziell TikTok zu verbieten.

TikTok mit der chinesischen Firma ByteDance als Besitzer spürt schon länger politischen Gegenwind in den USA. So wurde Ende vergangenes Jahres US-Militärangehörigen wegen Sicherheitsbedenken untersagt, die App auf ihren Dienst-Smartphones zu nutzen.

Pompeo sagte am Dienstag, man solle sich die App nur auf sein Smartphone laden, «wenn Sie wollen, dass Ihre privaten Informationen in die Hände der chinesischen Kommunistischen Partei gelangen».

ByteDance wird im Ausland wegen einer möglichen Nähe zu Chinas Behörden und dem Umgang mit persönlichen Daten mit Argwohn betrachtet. Deswegen bemüht sich das Unternehmen seit langem, seine internationale Plattform von der chinesischen Version zu trennen. TikTok hatte am Dienstag angekündigt, sich wegen des chinesischen Gesetzes zum Schutz der nationalen Sicherheit in Hongkong aus dem Markt der Sonderverwaltungsregion zurückzuziehen – und die Bemühungen damit unterstrichen.

SDA