Terror

Polizei erhöht ihre Präsenz an Weihnachtsmärkten

Die Polizeikorps in Winterthur und Zürich reagierten am Mittwoch auf den Weihnachtsmarkt-Anschlag in Strassburg und verstärkten ihre Patrouillen.

Die neu entwickelten Strassensperren verengen die Zufahrt zum Winterthurer Weihnachtsmarkt. Nach der Attacke von Strassburg baut die Stadtpolizei ihre Präsenz vor Ort aus.

Die neu entwickelten Strassensperren verengen die Zufahrt zum Winterthurer Weihnachtsmarkt. Nach der Attacke von Strassburg baut die Stadtpolizei ihre Präsenz vor Ort aus. Bild: Jigme Garne

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In mehreren Ländern reagieren die Sicherheitskräfte auf das Attentat von Strassburg, bei dem am Dienstagabend zwei Menschen starben und 14 weitere verletzt wurden. In Winterthur hat die Polizei die Gefährdungseinschätzung für den lokalen Weihnachtsmarkt noch in derselben Nacht überprüft und die Sicherheit erhöht. «Wir verstärken zum Beispiel die Patrouillen am Weihnachtsmarkt», sagt Michael Wirz, Sprecher der Stadtpolizei Winterthur, «die Anpassungen bestehen aber auch aus nicht sichtbaren Massnahmen.»

Weitere Details, etwa ob schwer bewaffnete Polizisten im Einsatz sind, gibt die Polizei aus Sicherheitsgründen nicht bekannt. Nach dem Anschlag in Strassburg steht das Bundesamt für Polizei (Fedpol) in engem Kontakt mit den Partnern im In- und benachbarten Ausland. Alle verfügbaren Informationen werden laufend auch mit den Ortspolizeien ausgetauscht. «Wir haben keine Hinweise auf eine konkrete Gefährdung am Winterthurer Weihnachtsmarkt. Aber Nach–ahmungstäter lassen sich leider nirgendwo zu 100 Prozent ausschliessen», sagt Wirz.

Schon vor der jüngsten Attacke hat die Stadtpolizei die Auflage erlassen, die Zufahrten zum Weihnachtsmarkt mit neu entwickelten mobilen Elementen zu verengen. Es handelt sich um je 880 Kilogramm schwere Strassensperren aus Gusseisen, die für Autos und Lastwagen unpassierbar sind. Fährt ein Fahrzeug die Poller um, soll es von der gekippten Bodenplatte in die Höhe gerissen und so ausgebremst werden. Grund für die Neuentwicklung waren die Terroranschläge von Nizza im Juli 2016 und von Berlin im Dezember 2016. In beiden Fällen rasten die Attentäter mit Lastwagen in die Menschen.

Nicht nur in Winterthur, sondern auch in Zürich erhöhte die Polizei ihre Präsenz, so zum Beispiel rund um den Christkindlimarkt im Hauptbahnhof.

Täter auf der Flucht

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Erstellt: 12.12.2018, 16:58 Uhr

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