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Zürichsee-SchifffahrtPassagiere geben ZSG gute Noten

2019 war für die Zürichsee-Schifffahrtsgesellschaft ein überdurchschnittlich gutes Jahr. Auch die Generalversammlung verlief aussergewöhnlich.

Nach über einem Jahr Zwangspause wegen eines Wellenschadens versieht jetzt das Dampfschiff Stadt Zürich wieder seinen Dienst in der ZSG-Flotte.
Nach über einem Jahr Zwangspause wegen eines Wellenschadens versieht jetzt das Dampfschiff Stadt Zürich wieder seinen Dienst in der ZSG-Flotte.
Foto: André Springer

Die Vergangenheit wird von der Gegenwart überschattet. Unter diesen Vorzeichen lief am Montag die 129. Generalversammlung der Zürichsee-Schifffahrtsgesellschaft (ZSG) in der Werft in Wollishofen ab. Corona-bedingt musste sie ohne die 947 Aktionärinnen und Aktionäre abgehalten werden. Deren Rechte übte ein unabhängiger Stimmrechtsvertreter aus.

Die Generalversammlung unter der Leitung von Verwaltungsratspräsident Peter Weber (Au) nahm alle Anträge an. Dazu zählte auch eine Statutenänderung im Zusammenhang mit der Umwandlung der Inhaber- in Namenaktien. Im achtköpfigen Verwaltungsrat gibt es einen Wechsel: Als Vertreter der Stadt Zürich folgt Sven Finger auf Peter Saile .

Einbruch an Fahrgastzahlen

Bei der Messung der Servicequalität steigerte sich die ZSG. Die Fahrgäste vergaben 87 von 100 möglichen Punkten – einen Punkt mehr als im Vorjahr. 93 von 100 Passagieren würden die ZSG weiterempfehlen, heisst es in einer Mitteilung des Unternehmens.

2019 beförderten die 17 Schiffe der ZSG über 1,74 Millionen Passagiere. Das sind zwar rund 2,5 Prozent weniger als im «Supersommerjahr 2018» aber fast 8 Prozent über dem Fünfjahresdurchschnitt. Diese Zahlen sind für 2020 ein utopischer Massstab. Wegen der Corona-Krise rechnet die ZSG mit einem Rückgang der Fahrgastzahlen um rund 60 Prozent, wie ZSG-Direktor Roman Knecht gegenüber dieser Zeitung zum Start der Sommersaison sagte. Somit wirft die Gegenwart bereits ihren Schatten auf die Zukunft der ZSG.