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«Toter» Ex-Präsident taucht bei Kongress auf

Chinas früherer Staatschef Jiang Zemin ist laut Gerüchten gestorben. Die chinesischen Internetnutzer kommentieren seine Wiedergeburt wie wild.

Festigt seinen Status als mächtigster Mann des Landes: Der chinesische Staatschef Xi Jinping. (24. Oktober 2017)
Festigt seinen Status als mächtigster Mann des Landes: Der chinesische Staatschef Xi Jinping. (24. Oktober 2017)
Wang Zhao, AFP
Nur Xi Jinping und Premier Li Keqiang verbleiben im Machtgremium: Der Ständige Ausschuss des Politbüros. (25. Oktober 2017)
Nur Xi Jinping und Premier Li Keqiang verbleiben im Machtgremium: Der Ständige Ausschuss des Politbüros. (25. Oktober 2017)
Wang Zhao, AFP
Wegen seines breiten Grinsens und seiner grossen Brille hat Jiang in China auch den Spitznamen «Frosch».
Wegen seines breiten Grinsens und seiner grossen Brille hat Jiang in China auch den Spitznamen «Frosch».
Wang Zhao, AFP
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Gerüchten zufolge ist Chinas Ex-Präsident Jiang Zemin vor wenigen Monaten gestorben – in Wahrheit aber ist der 91-Jährige ausgesprochen lebendig und zeigte sich am Mittwoch beim Kongress der Kommunistischen Partei in Peking der erstaunten Öffentlichkeit.

Ausgesprochen lebendig: Chinas «toter» Ex-Präsident beim Kongress der Kommunistischen Partei in Peking. (Video: Tamedia/AFP)

«Ich möchte gerne sein Geheimnis für Langlebigkeit kennen», schrieb ein Nutzer des chinesischen Twitter-Pendants Weibo. Ein anderer schrieb in dem Kurzbotschaftendienst: «Meine Güte! Der wird immer jünger.»

Kommentare gelöscht

Der betagte Ex-Staatschef sass neben Präsident Xi Jinping und stand für die Nationalhymne sogar auf. «Wie viele Organe mussten ihm ersetzt werden, damit er in der Mitte der Bühne stehen kann?», fragte sich ein Weibo-Nutzer. Innerhalb weniger Stunden wurden die meisten Kommentare über den Ex-Präsidenten allerdings durch die chinesische Internetzensur wieder gelöscht.

Wegen seines breiten Grinsens und seiner grossen Brille hat Jiang in China auch den Spitznamen «Frosch». Aus der Menge seiner Parteigenossen stach er am Mittwoch auch hervor, als er mit einer riesigen Lupe Xis Redetext verfolgte oder während der dreistündigen Marathonveranstaltung auf seine Uhr schaute.

Jiang, ein ehemaliger Fabrikarbeiter, kam nach der Niederschlagung der Tiananmen-Proteste von 1989 in China an die Macht. Sein Vermächtnis wird heute unterschiedlich bewertet: Zwar führte er das Land zu rapidem wirtschaftlichem Aufschwung, doch entstand dabei auch die massive Ungleichheit in der Gesellschaft, mit deren Folgen China bis heute zu kämpfen hat.

SDA/oli

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