Raketen aus dem Gazastreifen auf Tel Aviv abgefeuert

Warnsirenen und Explosionen: Erstmals seit dem Gazakrieg 2014 ertönte im Grossraum Tel Aviv der Raketenalarm.

Lange gab es keinen Alarm mehr: Eine Iron-Dome-Station nahe der Grenze zum Gazastreifen. (Archiv)

Lange gab es keinen Alarm mehr: Eine Iron-Dome-Station nahe der Grenze zum Gazastreifen. (Archiv) Bild: Amir Cohen/Reuters

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Militante Palästinenser im Gazastreifen haben am Donnerstag nach Angaben der israelischen Armee mindestens zwei Raketen auf den Grossraum Tel Aviv abgefeuert. Es war der erste Raketenalarm im Grossraum Tel Aviv seit dem Gazakrieg 2014.

In der Stadt und ihren Vororten waren am Abend Warnsirenen und Explosionen zu hören. Die israelische Armee teilte mit, entgegen Medienberichten sei keines der Geschosse von dem Abwehrsystem Iron Dome (Eisenkuppel) abgefangen worden.

Es habe aber weder Verletzte noch Sachschaden gegeben. Es gebe auch keine besonderen Anweisungen für Zivilisten. Zuletzt war es im Gazakrieg im Sommer 2014 zu ähnlichen Angriffen auf den Grossraum Tel Aviv gekommen.

Der Konflikt zwischen Israel und den militanten Palästinenserorganisationen hat sich seit einem Jahr wieder aufgeheizt. Bei teilweise gewaltsamen Protesten an der Gazagrenze sind seit dem 30. März nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Gaza mehr als 260 Palästinenser getötet und Tausende weitere verletzt worden.

Waffenruhe zunehmend brüchig

Seit Monatsbeginn hatten Palästinenser mehrmals Raketen auf das israelische Grenzgebiet am Rande des Gazastreifens abgefeuert. Israels Luftwaffe bombardierte daraufhin Ziele in dem Küstenstreifen am Mittelmeer. Eine Ende vergangenen Jahres von Ägypten ausgehandelte Waffenruhe zwischen Israel und der im Gazastreifen herrschenden Hamas ist zunehmend brüchig geworden.

Am 9. April wird in Israel ein neues Parlament gewählt, und führende Kandidaten haben eine härtere Gangart gegenüber militanten Palästinensern im Gazastreifen gefordert. Die Hamas wird von Israel, den USA und der EU als Terrororganisation eingestuft. Israel hat vor mehr als zehn Jahren eine Blockade über das Küstengebiet verhängt, die von Ägypten mitgetragen wird. Beide Länder begründen dies mit Sicherheitsinteressen. Im Gazastreifen leben rund zwei Millionen Menschen unter schwierigen Bedingungen. Es mangelt unter anderem an Trinkwasser und Strom. (sep/sda)

Erstellt: 14.03.2019, 23:01 Uhr

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