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Stimmen und Klänge, die sprachlos machten

Als spektakulär darf man die Grammophon-Sammlung von Andi Moser aus Winterthur bezeichnen. Das Ortsmuseum Rickenbach stellt ihm temporär seine Räume zur Verfügung. Das muss man gesehen haben.

Er lässt alte Zeiten wieder aufleben: Sammler Andi Moser vor einem Teil seiner Grammophon-Sammlung.
Er lässt alte Zeiten wieder aufleben: Sammler Andi Moser vor einem Teil seiner Grammophon-Sammlung.
Enzo Lopardo
Unter den Ausstellungsstücken sind viele spezielle Exemplare. Etwa dieses Schellackplatten-Grammophon mit Papiermembrane, ...
Unter den Ausstellungsstücken sind viele spezielle Exemplare. Etwa dieses Schellackplatten-Grammophon mit Papiermembrane, ...
Enzo Lopardo
Diese Edison Walzen-Graphophone waren quasi die Vorgänger des modernen Dictaphones.
Diese Edison Walzen-Graphophone waren quasi die Vorgänger des modernen Dictaphones.
Enzo Lopardo
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Wer sich mit Grammophonen beschäftigt, kommt an Enrico Caruso nicht vorbei. Sein «Bajazzo» aus Verdis Rigoletto geht noch heute durch Mark und Bein. Vielleicht liegt das aber auch daran, dass sich an Edisons «Opéra» von 1911 die Lautstärke nicht regeln lässt. Wenn die Schellackplatte auch knistert und die Nadel nach einmaligem Abspielen weggeworfen werden muss: Es geht doch nichts über das authentische Hörerlebnis. Davon ist auch Andi Moser fasziniert, der es in Jahrzehnten auf eine Kollektion von über 200 antiquierten «Sprechspeicherungsmaschinen» gebracht hat. Denn nichts anderes waren die Geräte im ausgehenden 19. Jahrhundert; sie sollten die menschliche Sprache konservieren. Mit Fotografien und ersten Filmen hatte die allmächtige Technik ja bereits das Bild gebändigt und gebannt.

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