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«Mir liegt nicht so viel daran, zu sagen: Ich bin glücklich»

Der Persönlichkeitspsychologe Willibald Ruch befasst sich nicht mit der Schattenseite der menschlichen Seele, sondern mit Glück, Humor und Zufriedenheit.

Herr Ruch, sind Sie glücklich?Willibald Ruch: Na ja, Glücklichsein hat ja viele Ebenen. Ich denke, ich habe aus den Dingen, die mir liegen, das Beste gemacht. Ich darf beruflich tun, was mir wirklich Freude bereitet, und ich werde dafür sogar bezahlt.

Das klingt sehr nüchtern undbilanzierend. Weshalb können Sie nicht einfach sagen, ob Sie glücklich sind oder nicht?Mir liegt nicht so viel dran, das zu sagen. Ich fühle mich sehr wohl in meiner Tätigkeit. Ich liebe die Beschäftigung mit Menschen und Ideen, überlege mir, was man untersuchen kann. Das finde ich im höheren Mass befriedigend. Euphorisierend ist es hingegen eher selten. Aber es gibt schon Momente, in denen ich alles um mich herum vergesse. Etwa beim Gitarrespielen oder auch beim Auswerten von Statistiken. Wir nennen das Flow-Zustand.

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