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Im Dienst der Allgemeinheit

In «Menschen im Service public» wurden die Menschen, die dafür sorgen, dass im Land alles funktioniert, in den Fokus gerückt.

Joyce Gubler arbeitet als Sozialarbeiterin in der Jugendberatung und als Streetworkerin in Zürich.
Joyce Gubler arbeitet als Sozialarbeiterin in der Jugendberatung und als Streetworkerin in Zürich.
zvg / Hans Erdin

Was haben ein Wildhüter, eine Streetworkerin, ein Lebensmittelkontrolleur und eine Denkmalpflegerin gemeinsam? Sie alle arbeiten für den Service public, sind demnach im öffentlichen Dienst tätig. Der Service public, der in letzter Zeit hauptsächlich im Zusammenhang mit den öffentlich-rechtlichen Medien zur Sprache kam, beinhaltet eine beeindruckende Bandbreite an Tätigkeitsbereichen. Ohne die Menschen, die sich in diesen Bereichen mit Tat und Kreativität engagieren, würde unser Land nicht funktionieren.

Unter der Ägide von Urs Stauffer, Präsident von Öffentliches Personal Schweiz, Sandra Wittich, Michael Merker und Hans Erdin entstand nun der reich bebilderte Band «Menschen im Service public». In über 40 Portraits dokumentieren die Autoren und Fotografen den Service public in seiner menschlichen und aufgabenbezogenen Vielfalt.

Vielschichtige Interviews

Die Idee zum Buch entstand in Zusammenhang mit dem Verbandsjubiläum 100 Jahre Öffentliches Personal Schweiz. Die Autoren wollten zeigen, wie vielfältig der öffentliche Dienst ist und vor allem auch, welche Menschen hinter den zahlreichen Aufgaben stehen. «Es geht darum, dem öffentlichen Dienst ein Gesicht zu geben und dabei auch die Berufe und Funktionen vorzustellen, die den öffentlichen Dienst ausmachen», erklärt Hans Erdin, Leiter des Ressorts Aussenwirkung, wo das Projekt seinen Ursprung fand. Zentraler Aspekt war für die Macher der Mensch verbunden mit seiner Aufgabe; deshalb spielt das Privatleben der Interviewten ebenso eine Rolle wie die Voraussetzungen, die nötig sind, um den Beruf ausüben zu können. Dabei wird ab und an ersichtlich, dass da oft gewissen Zusammenhänge bestehen.

In «Menschen im Service public» sind nun Berufe zusammengekommen, die man sofort mit dem öffentlichen Dienst verbindet, etwa Gemeindeschreiberin, Lehrer oder Polizist, aber auch solche, die man nicht automatisch damit verbindet, wie Hafenmeister oder Wildhüter.

Ein Buch für viele Fälle

Noch ist «Menschen im Service public» in einer bescheidenen Auflage erschienen. Das jedoch dürfte sich ändern, denn das Buch bietet einiges, das beim ersten Blick verborgen bleibt: Der zwar edle Leineneinband wirkt uninspiriert, was den einen oder anderen vom Blick in die gut 300 Seiten abhalten könnte. Letztere überzeugen mit ansprechenden Fotografien im Grossformat und kurzweiligen Portraits. Persönliche Bezüge, der Umgang mit den Sonnen- und Schattenseiten der jeweiligen Berufe, die Wege und Umwege, die gegangen wurden, um die beschriebene Funktion ausüben zu können, sind spannend zu lesen, wecken die Neugierde und schärfen den Blick für die Menschen, die sich in den Dienst der Allgemeinheit stellen.

Da für jeden dieser Bereiche zudem Anforderungen, mögliche Weiterbildungen und die notwendige Ausbildung festgehalten wurden, eignet sich dieses Buch hervorragend auch für jugendliche Leserinnen und Leser in der Berufsfindungsphase.

«Menschen im Service public» Herausgeber: Öffentliches Personal Schweiz (ZV). Bildband Leinen gebunden, 330 Seiten. ISBN 978-3-033-06118-7.

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