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Alter Name, neues Team

Der Triangel in Zumikonist wieder zu neuem Leben erwacht. Dort wo einst Toni Albino Udo Jürgens bewirtet hat, sind seit Kurzem Sandra und Andy Tobler-Wismer die Gastgeber. Auf den ersten Blick sieht auch das Lokal gleich aus wie zu alten Zeiten. Erst auf den zweiten Blick offenbart sich, dass die Farben dezenter gewählt sind, Läufer statt Decken auf den Tischen liegen; kurzum die Einrichtung ist moderner geworden. Und wie steht’s mit dem Essen? Der Gruss aus der Küche ist verheissungsvoll. Kredenzt wird passend zum heissen Sommerabend eine kalte Kartoffel-Lauch-Suppe. Was sich gewöhnungsbedürftig anhört, entpuppt sich als wunderbar aromatisches Geschmackserlebnis.

Während ich zur Vorspeise Tortelloni mit Chicoree Rosso und Bündnerfleisch in Salbeibutter (16 Fr.) nehme, entscheidet sich meine Begleitung für Markbein Schnittlauch Fleur de Sel (14 Fr.). Ein Mut, der sich auszahlt: Mit Kindheitserinnerungen an glibberiges, fahles Mark hat dieses Gericht nichts gemein. Die Knochen sind hälftig aufgeschnitten und das Mark angeröstet: Das Ergebnis ist nicht nur äusserst delikat, sondern auch optisch ansprechend. In dieser Weise umgesetzt macht die Nose-to-Tail-Philosophie, also der Gedanke, alles vom Tier zu verwerten, Spass. Wer es deftig mag, kann zur Vorspeise übrigens auch Toggenburger Schwartenmagen Vinaigrette (15 Fr.) probieren. Bei der handgemachten Pasta gefällt vor allem der Teig beziehungsweise dessen Konsistenz. Die Füllung wiederum hätte etwas intensiver schmecken können, die Salbeibutter dominiert doch sehr. Zu trinken gibt es einen offenen Spanier. Der Verdejo Monte Blanco aus Rueda (7 Fr./dl) ist erfrischend und weist trotzdem eine leicht fruchtige Note, eine Spur Ananas auf.

Als Hauptspeise gibt es Toggenburger Kalbssteak mit Eierschwämmli und Taglierini (44 Fr.). Letztere sind das absolutes Highlight: Leicht buttrig zergehen die formvollendeten Teigwaren auf der Zunge – ein Gedicht. Auch das Steak bereitet Freude, ist das Fleisch doch zart, aber dennoch genug durch. Meine Freundin gönnt sich derweil ein Saiblingsfilet mit Kartoffelerbsenpuree und Zitronenbutter (39 Fr.). Das Püree erweist sich als spannende Aromenkombination, welche durch das frische Grün auch dem Auge schmeichelt. Die Zitronenbutter ist eher ein Schaum und liefert die nötige Frische. Der Fisch schmeckt ebenfalls gut, vielleicht hätte man ihn ist ein bisschen kürzer braten können. Zum Dessert bestellen wir Tobleroneparfait (7 Fr.) und einen Cheesecake (6 Fr.). Nicht zu süss, schmeckt der Kuchen wunderbar, während das Tobleroneparfait die richtige Wahl für alle Schoggifans ist. Nicht nur der intensiv schokoladige Geschmack, auch die cremige Konistenz mit knusprigen Einsprengseln überzeugt.

Die Stimmung im Lokal ist locker, viele Familien mit Kindern geniessen im Garten ihren Znacht. Auch der Service agiert ungezwungen, ohne aufdringlich zu sein und ist präsent, wenn man ihn braucht. Dass die Preise im gehobenen Segment einzuordnen sind, ist angesichts der Qualität der Speisen durchaus gerechtfertigt. Die sympathisch professionelle Art der Toblers lässt hoffen, dass die neuen Pächter dem Lokal wieder die Konstanz bringen, die ihm in der letzten Zeit gefehlt hat.

Restaurant Triangel, Ebmatingerstrasse 3, 8126 Zumikon. Telefon 044 918 32 32. www.restaurant-triangel.ch. Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag von 11.30 bis 14.30 Uhr sowie von 18 bis 23.30 und am Samstag von 18 bis 23.30 Uhr.

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