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Sechsbeinige Einbrecher

Unsere Autorin bedauert, dass die Haltung von Ameisenbären in der Schweiz so streng reglementiert ist. Ein solches Haustier käme ihr gerade sehr gelegen.

Eigentlich habe ich nichts gegen Ameisen. Sie sind fleissig, stark, ja sogar nützlich, sorgen sie doch für die Ausbreitung von Wildpflanzen wie Schlüsselblumen, Schneeglöckchen und Sternhyazinthen, lockern den Boden und bringen wertvolle Biomasse ein. Zudem fressen sie Eier von Schnecken, Möhrenfliegen und anderen Insekten – und sind beliebte Beute vieler Vogelarten.

Ameisen sind eigentlich ganz interessante Tiere. Und herzige dazu. Zumindest in diesem fantasievollen Wimmelbuch von Katarzyna Bajerowicz. Bilder: Sandra Weber
Ameisen sind eigentlich ganz interessante Tiere. Und herzige dazu. Zumindest in diesem fantasievollen Wimmelbuch von Katarzyna Bajerowicz. Bilder: Sandra Weber

Im Garten lasse ich sie gewähren. Nur die Blattläuse nehme ich ihnen weg. Und gelegentlich streife ich mit dem Rasenmäher einen ihrer Wiesenpaläste. Krabbelts aber im Haus, stösst meine Tierliebe an ihre Grenzen. Vereinzelte Späher – die, so sicher wie es am Albanifest regnet, im Juni in unserer Küche auftauchen – werden stets einem raschen Tod zugeführt, bevor sie die frohe Botschaft der unerschöpflichen Speisekammer weiterverbreiten können.

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