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Geranien – Eine Hassliebe

Geranien? Spiessig, bünzlig, langweilig! Dachte ich mit sechzehn. Warum ich heute trotzdem welche haben möchte.

Bern kürt jedes Jahr eine(n) Geranienkönig(in): 2015 haben die Bewohner dieses Hauses in Bümpliz-Oberbottigen am Wettbewerb teilgenommen. (Foto: pd/Geraniumcity.ch, Roland Goy)
Bern kürt jedes Jahr eine(n) Geranienkönig(in): 2015 haben die Bewohner dieses Hauses in Bümpliz-Oberbottigen am Wettbewerb teilgenommen. (Foto: pd/Geraniumcity.ch, Roland Goy)

Wollte mich meine Mutter früher richtig ärgern, trug sie mir auf, die Geranien zu giessen. Zwei Dutzend Eternitkisten auf zwei Stockwerke und drei Balkone verteilt garantierten – insbesondere, wenn ich auch noch die verblühten Triebe abschneiden musste – eine gute Stunde Arbeit, eine Stunde, die meiner knappen Freizeit abging. (Natürlich kann ich heute darüber nur noch lachen. Nach der Geranienpflege und den Hausaufgaben blieben mir sicher immer noch zwei Stunden, die ich mit Telefonieren verbringen konnte. Ja, telefonieren. Damals gab`s nämlich weder WhatsApp noch Facebook, geschweige denn Snapchat. Nicht mal SMS. Man stelle sich vor: Zwei Stunden nur für mich! Als Mutter zweier notorisch wacher Kinder kann ich davon nicht mal mehr träumen. Dazu müsste man mich ja erst mal schlafen lassen!)

Auch dieser Balkon im Berner Länggass-Quartier hat es in die engere Wahl der «Bern in Blumen»-Prämierung geschafft. (Foto: pd/Geraniumcity.ch, Roland Goy)
Auch dieser Balkon im Berner Länggass-Quartier hat es in die engere Wahl der «Bern in Blumen»-Prämierung geschafft. (Foto: pd/Geraniumcity.ch, Roland Goy)

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