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Leichtes Update und ein neuer Motor

Mercedes-Benz hat ein riesiges Angebot in der Kompakt­klasse. Bevor ab 2018 eine neue Plattform noch weitere Modelle in diesem Segment bringt, wurde nun der GLA mit feinen Retuschen aufgefrischt.

Die Kompaktklasse ist wichtig – und für Mercedes-Benz scheint sie besonders wichtig zu sein. Daimler-Chef Dieter Zetsche bringt es auf den Punkt: «Seit der Markteinführung der neuen Generation der A-Klasse 2012 haben wir weltweit über zwei Millionen Kompakte verkauft. Und in Westeuropa ist das Durchschnittsalter der A-Klasse-Kunden gegenüber 2011 um mehr als 13 Jahre gesunken.»

Die Schwaben bieten mit A- und B-Klasse sowie mit den Derivaten CLA und GLA gleich vier Baureihen und fünf Karosseriemodelle an, mit Front- oder Allradantrieb, Schalt- oder Doppelkupplungsgetriebe, Benzin- oder Dieselmotor, mit Elektro- oder Erdgasantrieb. Dazu kommen die AMG-Versionen, die mit ihrer brachialen Sportlichkeit einen ganz eigenständigen Charakter haben und quasi als eigene Modelle gezählt werden können.

Mit der Ankündigung der neuen Fahrzeugarchitektur MFA2 für die Kompaktklasse hat Mercedes-Benz die Bedeutung dieses Segments eindrücklich unterstrichen: Auf dieser Plattform sollen gleich acht Baureihen entstehen. Das erste Modell dürfte die neue Generation der A-Klasse sein (Baureihe W177), die für 2018 geplant ist. Bevor die neue Plattform aber zum Tragen kommt, hat Mercedes-Benz nun den bestehenden GLA nochmals aufgefrischt. Wir fuhren ihn in Ungarn, auf und neben der Strasse.

Das Update, welches der GLA nun verpasst bekommen hat, hält sich in dezenten Grenzen. Optisch wurde aussen und innen minim gefeilt, viel ist davon allerdings nicht zu sehen, darüber hinaus wurden die Ausstattungs­varianten erweitert. Neu gibts technische Leckereien wie eine Rundumkamera, LED-Licht, eine per Fussschwenk öffnende Heckklappe oder ein grösseres Display im Innern.

Die Auswahl ist ohnehin schon riesig und wurde noch ausgeweitet: Vom Einstiegsdiesel 180 d mit 109 PS bis zum Topmodell GLA 45 AMG 4Matic mit 381 PS stehen fünf Benziner und drei Selbstzünder zur Wahl. Neu ist dabei der GLA 220 4Matic, der mit einer Leistung von 184 PS und einem maximalen Drehmoment von 300 Newtonmeter die Lücke zwischen den beiden Benzinern mit 156 und 211 PS stimmig ausfüllt und mit seiner Charakteristik und dem Allradantrieb wunderbar in den Schweizer Markt passt. Der Kunde kann übrigens aus drei Fahrwerksabstimmungen wählen: Neben dem komfortablen Standard-Set-up ist auch ein Sportfahrwerk mit Tieferlegung und ein Offroad-Fahrwerk mit 30 Millimeter höher gelegter Karosserie erhältlich.

Der GLA ist die bessere A-Klasse – das hört und liest man immer wieder, und nach den Fahreindrücken auf und neben der Strasse wollen wir das bestätigen. Der GLA ist grundsätzlich ein komfortables, sehr angenehmes Gefährt, in dem man gerne unterwegs ist. Der höhere Sitz, der bequemere Zustieg, das grössere Platzangebot, das komfortablere Fahrverhalten – das alles spricht für den Crossover.

Der Mehrpreis gegenüber der A-Klasse ist moderat: Der GLA wird in der Einstiegsmotorisierung GLA 180 ab 35‘300 Franken angeboten, die A-Klasse in der gleichen Motorisierung ab 32‘100 Franken. Kurioserweise ist der GLA in der Sonderedition GLA 200 Night Star bereits ab 33‘000 Franken zu haben, die A-Klasse kostet in der gleichen Variante und Motorisierung mehr, nämlich 34‘100 Franken. So oder so – der Preisunterschied spricht klar für den GLA.

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