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Die neue Bescheidenheit

Mit dem Ka+ lanciert Ford nun auch in der Schweiz den kleinen Bruder des Fiesta. Der Fünfsitzer bietet erstaunlich viel Platz sowie eine gute Ausstattung – und brilliert mit einem sehr attraktiven Preis.

In Europa wächst die Nachfrage nach Kleinwagen, und auch Schweizer suchen immer häufiger kostengünstige Modelle, die grossen praktischen Nutzwert aufweisen, sparsam im Verbrauch sind, sich agil durch den Agglomerationsverkehr bewegen lassen und wenig Parkraum benötigen. Für eine besonders preisbewusste Kundschaft in der Kleinwagenklasse stellt Ford dem Fiesta deshalb jetzt den neuen Ka+ zur Seite. Das Modell wurde bereits im vergangenen Jahr in Europa eingeführt und kommt nun doch auch in unserem Land ins Angebot.

Mit einer Länge von 3,93 Metern ist der Ka+ nur gerade 4 Zentimeter kürzer als der Fiesta. Der Radstand von 2,49 Metern und die Fahrzeughöhe von 1,52 Metern sorgen für vergleichsweise sehr gute Platzverhältnisse im Innern. Und weil vier Seitentüren vorhanden sind, können auch einmal fünf Erwachsene ordentlich komfortabel unterwegs sein. Aufgebaut ist der Ka+ auf der weltweit verwendeten B-Plattform, die er mit den Modellen Fiesta, Eco Sport und B-Max teilt.

Erstaunlich erwachsen

Zwei Leistungs- und drei Ausstattungsvarianten sind wählbar. Im Basismodell leistet der mit variabler Nockenwellenverstellung VCT ausgestattete 1,2-Liter- Vier­zylindermotor 70 PS, in den Versionen Cool & Sound sowie Black Edition und White Edition sind es 85 PS. Stets ist der Motor mit einem manuellen 5-Gang-Getriebe kombiniert.

Auf einer ersten Probefahrt zeigte sich der kleine Ford in der Ausführung Cool & Sound erstaunlich erwachsen. Kleine wie grossgewachsene Fahrer finden ein passende Sitzposition, Schalter und Bedienelemente sind unkompliziert zu handhaben. Und: Von den zum Fahren wirklich notwendigen Ausstattungen sind alle da, mit Zentralverriegelung, elektrisch betätigten Fensterhebern und Berganfahrhilfe. Selbst den Geschwindigkeitsbegrenzer gibt es bereits in der Basisversion serienmässig, für den Tempomat wird im Cool & Sound ein Aufpreis von 290 Franken fällig. Klimaanlage und Radio-CD-Gerät sind ebenfalls an Bord. Die Materialien des Innenraums sind zwar von einfacher Qualität, wirken aber nicht zu billig. Dies wohl auch, weil auf Farbexperimente verzichtet wurde: Schwarz und Grau sind vorherrschend, nur einige Chromapplikationen setzen Akzente. Kleine Ablagefächer gibt es an mehreren Orten. Eines davon ist das «My Ford Dock» im Armaturenbrett, wo Smartphones oder portable Navi-Systeme untergebracht werden können.

Am Federungskomfort ist nichts auszusetzen, und die Geräuschkulisse bleibt bescheiden. Zwar wird der kleine Vierzylinder bei höheren Drehzahlen deutlich hörbar, doch animiert er kaum zum hochtourigen Fahren, denn der drehzahlarme Betrieb scheint ihm besser zu liegen. Das kommt schliesslich auch dem Verbrauch zugute. Im Normzyklus begnügt sich der Ka+ mit 5 Litern pro 100 km.

Die Budgetvariante

Natürlich soll der Ka+ kein Fiesta-Konkurrent sein, sondern das höher positionierte Modell sogar gegen unten schützen. Trotz ganz ähnlicher Abmessungen unterscheidet Ford klar zwischen dem Budgetfahrzeug Ka+ und den Volumenmodell Fiesta, das sowohl hinsichtlich Motorisierung als auch in Bezug auf die Ausstattung eine viel grössere Spanne anbietet.

Der Ka+ wird im indischen Werk Sanand gefertigt und in Indien sowie in Brasilien als Vier- und Fünftürer angeboten. Da die Ansprüche auf den europäischen Märkten höher sind, erfuhr der Kleinwagen mehrere technische Überarbeitungen für die Einführung in unseren Regionen. So flossen zum einen fahrwerkseitige Verbesserungen ein, zum andern wurde die Karosserie aerodynamisch optimiert.

Schliesslich wundert man sich einfach, wie es möglich ist, dass ein europataugliches, vollwertiges Auto zu einem Basispreis von unter 10‘000 Franken verkauft werden kann. Der Ka+ kostet 9900 Franken, während für die Version Cool & Sound 1000 und für das Paar Black Edition und White Edition 2000 Franken mehr zu berechnen sind – drei Jahre oder 100‘000 km Garantie inbegriffen.

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