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Ohne Rucksack leichter aufs Konzertareal

Der Aufbau des Zürich Openair dauert rund vier Wochen. Neben Bühnen, Essensständen und Toiletten ist die Sicherheit der Gäste ein wichtiges Thema bei den Vorbereitungen.

Die Aufbauarbeiten für das Zürich Openair auf dem Areal an der Flughofstrasse dauern rund vier Wochen an. Am Mittwoch, 23. August, um 15 Uhr sollte das Gelände für die rund 50 000 erwarteten Musikfans bereit sein.
Die Aufbauarbeiten für das Zürich Openair auf dem Areal an der Flughofstrasse dauern rund vier Wochen an. Am Mittwoch, 23. August, um 15 Uhr sollte das Gelände für die rund 50 000 erwarteten Musikfans bereit sein.
Francisco Carrascosa

Nach Ereignissen wie dem Anschlag auf das Ariana-Grande-Konzert in Manchester im Mai stehen die Organisatoren von Grossanlässen hinsichtlich der Sicherheitsmassnahmen noch stärker unter Druck. So auch die Verantwortlichen des Zürich Openair (ZOA), das nächste Woche vom Mittwoch, 23., bis Samstag, 26. August, auf dem Areal an der Flughofstrasse stattfindet.

Die Sicherheitslage in der Schweiz sei unverändert und nach Angaben der Kantonspolizei bestehe keine akute Gefahr, heisst es von Seiten des ZOA. «Dennoch haben wir aufgrund der internationalen Ereignisse in den vergangenen Monaten zahlreiche Anpassungen vorgenommen.» Diese haben auch dazu geführt, dass das Sicherheitspersonal aufgestockt wurde. Wie schon in den vergangenen Jahren arbeitet das Festival mit der Security & Safety AG.

Zum Sicherheitskonzept, das mit den Behörden koordiniert wurde, gehören eine detaillierte Risikoanalyse, allgemeine Sicherheitsmassnahmen sowie eine Notfallplanung.

Die verschärften Massnahmen zeigen sich beispielsweise in genaueren Kontrollen beim Betreten des Areals: «Besucher sollten auf grosse Rucksäcke verzichten», empfiehlt Barbara Kallenberg, Kommunikationsverantwortliche des ZOA. «Verboten sind sie nicht, doch die Kontrolle dauert entsprechend länger». Um die Sicherheit der Gäste bestmöglich zu gewährleisten, gibt das Zürich Openair allerdings keine genauen Angaben zu den Vorkehrungen.

Auf der Website des Openair können sich Festivalgänger darüber informieren, welche Gegenstände sie nicht mitnehmen dürfen. Dazu gehören unter anderem Spraydosen aller Art, Selfie-Sticks und Feuerwerkskörper.

Wassergespülte Toiletten

Der Aufbau auf dem Gelände an der Flughofstrasse dauert rund vier Wochen. «Die Vorbereitungen sind intensiv, laufen aber nach Plan», sagt Kallenberg am Dienstag. Für die rund 50 000 erwarteten Musikfans bleibt zu hoffen, dass der Aufbau weiterhin auf Kurs bleibt, damit es nicht zur gleichen Situation wie 2016 kommt, als die Gäste über eine eine Stunde auf die Öffnung des Areals warten mussten, weil noch nicht alles bereit war.

Was vergangenes Jahr ebenfalls für Kopfschütteln sorgte, waren fehlende Festbänke. Nun haben die Organisatoren mehr Sitzgelegenheiten aufgetrieben: «Wir arbeiten permanent daran, das ZOA weiterzuentwickeln und den Komfort für die Besucher zu verbessern», sagt Kallenberg. Zu diesem erhöhten Komfort gehören heuer im Übrigen erstmals auch wassergespülte Toiletten, und das Food-Angebot wurde erweitert. Das Essen kann allerdings nicht mit Münzen und Noten gekauft werden, denn das ZOA setzt wie bereits in vergangenen Jahren auf bargeldloses Bezahlen.

Alarm bei zu hohem Lärmpegel

Die Organisatoren empfehlen, nicht mit dem Auto anzureisen, da es vor Ort überhaupt keine Parkplätze hat; das öV-Ticket für die Zonen 110 und 121 sowie der Nachtzuschlag sind im Ticketpreis inbegriffen. Ab der Tramstation Bäuler oder ab den Bahnhöfen Glattbrugg und Opfikon kann man zu Fuss gehen.

Obwohl das Festivalgelände ans Industriegebiet angrenzt, waren Lärmbeschwerden aus der Region Rümlang in der Vergangenheit ein Problem: 2015 gingen bei der Kantonspolizei deswegen 30 Meldungen ein; diese Zahl konnte vergangenes Jahr auf etwa ein Dutzend Anrufe gesenkt werden. «Wir haben ein neues Messsystem verwendet, das auch Daten aus der Umgebung liefert. Dadurch können wir Anpassungen direkt vor Ort vornehmen», erklärt Kallenberg die Verbesserung. Zudem werde bei Pegelüberschreitungen mit einem Alarmsystem gearbeitet und auf den Bühnen seien Bildschirme, die die aktuelle Lautstärke anzeigen und eine Prognose erstellen.

Ob sich die Anwohnerschaft heuer trotzdem auch vom Lärm des Festivals gestört fühlt, wird sich nächste Woche zeigen.

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