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Zwölf Architekturteams für das Zentrum Schachen

Der Projektwettbewerb für das Alterszentrum Schachen geht in die zweite Runde. Aus mehr als 70 Bewerbern wurden zwölf Teams aus den Bereichen Architektur und Landschaftsarchitektur ausgewählt.

Das Gelände am Rande von Jona, auf dem das Altersheim Schachen entstehen soll.
Das Gelände am Rande von Jona, auf dem das Altersheim Schachen entstehen soll.
Moritz Hager

Das geplante Alterszentrum Schachen ist einen Schritt weiter. Wie die Stadt am Freitag mitteilte, sind für das Grossprojekt mehr als 70 Bewerbungen von Architekten und Landschaftsarchitekten eingegangen. Mitte Januar startete der Projektwettbewerb, letzte Woche fand die Präqualifikation statt. Das Preisgericht hat aus den Bewerbungen zwölf Teams zur Erarbeitung eines Projektvorschlags auserkoren.

Darunter befindet sich auch ein Architekturbüro aus der Region, die «raumfindung architekten» aus Rapperswil. Das Büro hat es zusammen mit der «graber allemann landschaftsarchitektur gmbh» Pfäffikon in die nächste Runde geschafft. Weitere Mitstreiter stammen aus Zürich, Luzern, Brugg und Lugano. Die insgesamt 71 Bewerbungen sind aus der Schweiz und dem grenznahen Ausland eingetroffen. Stadt und Ortsgemeinde planen gemeinsam den Bau des Zentrums Schachen mit stationären Pflegeplätzen sowie Alterswohnungen mit Service. Bis im Jahr 2022 soll im Schachen-Quartier ein Zentrum mit 168 Pflegeplätzen und 60 Alterswohnungen entstehen. Zu einem späteren Zeitpunkt könnten weitere 28 Pflegeplätze und 20 Alterswohnungen hinzukommen.

Am 1. Dezember 2016 hatte die Bürgerversammlung den Kredit für den zweiteiligen Projektwettbewerb bewilligt. Im Januar 2017 erfolgte schliesslich die Ausschreibung.

Am 23. März hat das Preisgericht die Bewerbungs-Dossiers beurteilt. Zum Wettbewerb waren Fachleute aus den Bereichen Architektur und Landschaftsarchitektur zugelassen. Das Preisgericht setzt sich neben Vertretern der Stadt, Ortsgemeinde und der Stiftung RaJoVita aus mehreren Experten aus den genannten Fachbereichen zusammen. Die Anwohnerschaft ist mit beratender Stimme ebenfalls vertreten.

Die Wettbewerbsaufgabe umfasst die Erarbeitung eines Vorschlags für sämtliche Neubauten sowie die Umgebungsgestaltung, Parkierung und Erschliessung. Die Anforderungen an die Wettbewerbsteilnehmer sind entsprechend hoch. Gefragt sind ein ansprechendes Wohnumfeld für die Bewohner und ein durchdachtes Betriebskonzept, das praktische und effiziente Arbeitsabläufe ermöglicht. Auch städtebaulich soll das Projekt überzeugen: Die Gebäude sowie die Aussenraumgestaltung müssen sich gut in die Nachbarschaft einfügen.

Ein grosser Wurf

«Gefragt ist ein ganzheitlicher städtebaulich sinnvoller und durchdachter Wurf, der die hohen Ansprüche an das Zentrum Schachen optimal erfüllt», sagt Stadtpräsident Martin Stöckling, Vorsitzender des Steuerungsausschusses. Aus der Fülle an qualitativ sehr guten Planerteams mit hochwertigen Referenzen habe das Preisgericht eine Vorauswahl getroffen, schreibt die Stadt. Die Zwölf Teams, die sich für die zweite Wettbewerbsstufe qualifiziert haben, müssen nun bis Mitte Oktober einen detaillierten Gestaltungsvorschlag erarbeiten.«Die Teams konnten aus einem hochkarätigen Teilnehmerfeld ausgewählt werden», sagt Stadtrat und Bauchef Thomas Furrer. Er ist Vorsitzender des Preisgerichts. Die Jurierung erfolgt im November. Publiziert wird das Wettbewerbsergebnis im Dezember dieses Jahres.

In Rapperswil-Jona steige der Bedarf an altersgerechtem Wohnraum sowie an Pflege- und Betreuungsangeboten sukzessive, heisst es in der Mitteilung. «Es bestehen heute schon Engpässe, die sich in Zukunft weiter verschärfen», sagt Martin Stöckling. Dies stelle die Stadt vor grosse Herausforderungen. Mit dem Zentrum Schachen sei eine fortschrittliche und ganzheitliche Lösung geplant. Pflegebedürftige Personen werden in überschaubaren Wohngruppen untergebracht, wo sie im familiären Rahmen miteinander Zeit verbringen oder die Mahlzeiten einnehmen können.

Neben den privaten Räumen und den Gemeinschaftsräumen in den Wohngruppen sind öffentliche Bereiche vorgesehen, die eine Verbindung ins Quartier schaffen. Dazu zählen beispielsweise eine Caféteria oder eine Parkanlage. Auch die Integration einer Kindertagesstätte steht zur Diskussion.

Alterswohnungen mit Service

Während die Stadt für den Bau des Pflegezentrums verantwortlich ist, realisiert die Ortsgemeinde Rapperswil-Jona die Alterswohnungen mit Service. Mieterinnen und Mieter haben die Möglichkeit, Dienstleistungen des Pflegezentrums in Anspruch zu nehmen, zum Beispiel den Mahlzeitendienst oder hauswirtschaftliche Leistungen.

Die Nähe zum Pflegezentrum sei aber auch dann ein Vorteil, wenn eine Person intensive Pflege benötige und der Ehepartner oder die Ehepartnerin noch selbständig sei, hält die Stadt fest.

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