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Wie die Altstadt belebt werden soll

Der Stadtrat möchte die Altstadt attraktiver gestalten. Er will hierzu Bewohner, Grundeigentümer und das Gewerbe für einen Koorperationsprozess gewinnen. Im Stadtforum wurde das Konzept vorgestellt. Ende März startet ein erster Workshop, an dem die Probleme der Altstadt definiert werden.

Ist die Altstadt gepflegt, aber leer? An Workshops sollen Projekte lanciert werden, mit denen die Altstadt weiter entwickelt und belebt werden kann.
Ist die Altstadt gepflegt, aber leer? An Workshops sollen Projekte lanciert werden, mit denen die Altstadt weiter entwickelt und belebt werden kann.
zvg

«Viele Geschäfte in der Altstadt präsentieren sich sehr stimmig in ihrer Umgebung», sagte Bauchef Thomas Furrer (parteilos) an der Sitzung des Stadtforums am Donnerstag: «Aber ob es den Läden auch gut geht?» Es stelle sich die Frage, was wäre, wenn die Kleingeschäfte verschwinden würden und sich stattdessen das Wohnen ausweitete. «Die Bewohner pflegen ihre Fassade und die Vorbereiche schliesslich vorbildlich. Was also würde vermisst, wenn die Läden nicht mehr wären?», fragte Furrer.

Just mit solchen Fragen will sich die Stadt nun auseinandersetzen. Die Altstadt sei schliesslich nicht nur wegen ihrem historischen Ambiente attraktiv, sondern vielmehr wegen der vielseitigen Angebote, heisst es im Projektpapier, in dem die Stadt erklärt, wie der Prozess «kooperative Altstadtentwicklung Rapperswil» gestärkt werden soll: «Die Vielfalt kann erhalten werden, wenn die Altstadtakteure und die Stadt zusammenarbeiten.» Mit der Durchführung und Begleitung des Prozesses beauftragte der Stadtrat die Intosens AG, Zürich.

Feste erfreuen und stören

Vorgesehen ist die Durchführung von drei Workshops. Am ersten Workshop, der am 28. März über die Bühne geht, nehmen rund dreissig Leute teil: Sie stammen aus den Bereichen Detailhandel, Gastronomie und Hotellerie sowie Kunst und Kultur. Ebenso sind Eigentümer sowie Vereine und Vereinigungen, die sich für die Altstadt einsetzen, mit dabei.

Furrer erklärte, der Altstadtnutzer stehe im Fokus der Workshops: Dieser wolle in der Altstadt gut essen, wohnen, schmöckern, flanieren, Veranstaltungen besuchen und Geschichte erleben. Diesen Bedürfnissen wird das Angebot der Altstadt gegenübergestellt: Gastronomie, Läden, Wohnungen, Märkte, Baudenkmäler, Stadtmuseum und Anlässe wie das Blues’n’Jazz und die Tafelrunde Tavolata. «Eine lebendige Altstadt würde bedeuten, die Bedürfnisse der Menschen mit dem Angebot der Altstadt zu verbinden», führte der Bauchef aus.

«Im ersten Workshop soll eine möglichst vollständige Sicht der Ausgangslage der Altstadtentwicklung geschaffen werden», sagte Thomas Furrer. Der Workshop beginnt mit der Aussensicht: Eine durch die Stadtplaner von Intosens erarbeitete Nutzungsanalyse der Altstadt wird vorgestellt, womit Problematiken und Entwicklungsoptionen verdeutlicht werden sollen. Im Workshop bearbeitet wird schliesslich die Innensicht: Absichten und Interessen der Altstadtakteure werden zusammengetragen.

Damit die Altstadt nicht stirbt

Am zweiten Workshop, der Ende April stattfindet, sollen Lösungen erarbeitet werden. Auf Grundlage der definierten Probleme werden Zielsetzungen und Massnahmenvorschläge gesammelt. Auch dieser Workshop beginnt mit der Aussensicht: Intosens hat die Charakterzüge der Altstadt durchleuchtet und Hinweise zu deren wirtschaftlichen Nutzen aufgezeigt.

Im dritten Workshop anfangs Juli werden die Inhalte des Massnahmenkatalogs konkretisiert und in Projekte übergeleitet. Es wird ausgearbeitet, welche Massnahmen von welchen Akteuren erreicht werden sollen. Verbindlichkeiten werden definiert und das weitere Vorgehen bestimmt.

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