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Wie Bilder Realitäten verzerren

Die Ausstellung «Tarnen, täuschen, imitieren» wirft einen kritischen Blick auf den Umgang mit Selbst- und Fremdbildern. 13 Künstler zeigen im Kunstzeughaus und der Alten Fabrik verstörende Posen, Pläne und Porträts.

Das Bild als Momentaufnahme: In «Spitting Image» setzt sich Eva O’Leary mit den unterschiedlichen Rollen eines Menschen auseinander.
Das Bild als Momentaufnahme: In «Spitting Image» setzt sich Eva O’Leary mit den unterschiedlichen Rollen eines Menschen auseinander.
Manuela Matt

Nervös zupft sie an einer Haarsträhne. Unschlüssig legt sie den Kopf etwas schräg, blickt selbstkritisch in die Kamera und streicht sich über den Haarscheitel. Ob er wohl ordentlich ist? Die amerikanischen Künstlerin Eva O’Leary hat Mädchen durch einen sogenannten Zweiwegspiegel gefilmt und fotografiert. In diesem sehen sich die jungen Frauen einerseits selber, andererseits werden sie von der Künstlerin dabei beobachtet, wie sie sich auf eine Fotoaufnahme vorbereiten. Schaut man den Mädchen bei ihren Vorbereitungen zu, wird rasch klar, dass hier die «Generation Selfie» am Werk ist; junge Frauen, die als Kleinkinder in die (Smartphone-)Kamera ihrer Eltern und später in die eigene lächeln. Immer und immer wieder.

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