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Gute Ausgangslage für Rechsteiner

St. Galler Ständerätin Karin Keller-Sutter (FDP) ist deutlich wiedergewählt worden. Paul Rechsteiner (SP, bisher) muss in den zweiten Wahlgang. Er hat aber gute Chancen

Schaffen Karin Keller-Suter (FDP) und Paul Rechsteiner (SP) die Wiederwahl?
Schaffen Karin Keller-Suter (FDP) und Paul Rechsteiner (SP) die Wiederwahl?
Keystone

Im Kanton St. Gallen haben die Ständeratswahlen das erwartete Resultat gebracht: Karin Keller-Sutter (FDP) verteidigte ihren Sitz problemlos. Dahinter platzierte sich Paul Rechsteiner von der SP mit deutlichem Vorsprung auf Thomas Müller (SVP).

Nach der Bekanntgabe des Resultats gab es bei den beiden bisherigen St. Galler Ständeräten Karin Keller-Sutter und Paul Rechsteiner zufriedene Gesichter: Die FDP-Politikerin war im ersten Wahlgang gewählt worden und Paul Rechsteiner hatte ein gute Ausgangslage für den zweiten Wahlgang erreicht.

Sie habe trotz allem Respekt vor der Wahl gehabt, erklärte Karin Keller-Sutter der Nachrichtenagentur sda. Die Prognosen in den Medien, die von einer problemlosen Bestätigung ausgegangen seien, hätten schliesslich auch Erwartungen geweckt. Das Resultat mit 103'258 Stimmen sei nun aber «überwältigend». Es zeige, dass sie in der Bevölkerung einen grossen Rückhalt geniesse.

Rechsteiner mit Vorsprung

Er habe stets mit einem zweiten Wahlgang gerechnet, stellte Paul Rechsteiner fest. Das Resultat von 62'944 Stimmen und vor allem der deutliche Abstand von rund 12'000 Stimmen auf den drittplatzierten Thomas Müller sei für ihn «ein Optimum». Die Ausgangslage zeige sich damit deutlich besser als vor vier Jahren. Damals setzte sich Rechsteiner im zweiten Wahlgang gegen den SVP-Parteipräsidenten Toni Brunner sowie den CVP-Kandidaten Michael Hüppi durch.

Der Rorschacher Stadtpräsident Thomas Müller kündigte an, dass er für die SVP am 15. November «so gut wie sicher» nochmals antreten werde. Der erste Wahlausgang habe vor allen «eine Auslegeordnung» gebracht, nun werde es «politischer», sagte er. Er habe zudem erwartet, dass Paul Rechsteiner als Bisheriger in der ersten Runde vor ihm liege.

CVP muss analysieren

Thomas Ammann von der CVP, der den Sprung in den Nationalrat schaffte, machte bei den Ständeratswahlen lediglich 16'821 Stimmen. Das sind sogar rund 3000 Stimmen weniger als Yvonne Gilli von den Grünen. Die CVP hatte bis 2011 fast schon traditionsgemäss einen St. Galler Ständeratssitz inne gehabt - bis sie ihn an die SP verlor.

Das Ergebnis sei für ihn «eine Überraschung, aber keine Enttäuschung», sagte Ammann. Die Zersplitterung der Mitte-Parteien habe seiner Kandidatur geschadet. Am Montag werde die CVP nun zuerst die neue Ausgangslage analysieren, erklärte der CVP-Kantonsrat und liess damit noch offen, ob er nochmals antreten wird.

Die übrigen von insgesamt neun Kandidaturen aus dem Kanton St. Gallen für den Ständerat blieben mit jeweils einigen wenigen tausend Stimmen chancenlos.

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