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Weniger Touristen am Zürichsee

2016 hat sich die Zahl der Logiernächte in der Schweiz leicht verringert. Am Zürichsee ist der Tourismus ebenso rückläufig, wenn auch mit regionalen Unterschieden.

Das Zusammenspiel von Firmen und ihren ausländischen Gästen zahlte sich aus: Wegen der grösseren Hotels (im Bild das Hotel Belvoir in Rüschlikon) und der grösseren Firmen war der Bezirk Horgen touristisch besser positioniert als andere Regionen am Zürichsee.
Das Zusammenspiel von Firmen und ihren ausländischen Gästen zahlte sich aus: Wegen der grösseren Hotels (im Bild das Hotel Belvoir in Rüschlikon) und der grösseren Firmen war der Bezirk Horgen touristisch besser positioniert als andere Regionen am Zürichsee.
Archiv ZSZ

Der Tourismus in der Schweiz verzeichnete 2016 ein Minus von 0,3 Prozent gegenüber 2015. Insgesamt wurden 35,5 Millionen Logiernächte gezählt. Die Frankenstärke und die wegen der Gefahr des Terrorismus in Europa abgeflaute Reiselust der Chinesen ergaben Einbussen. Sie wurden aber vor allem durch Schweizer Touristen ausgeglichen. Auch kommen wieder mehr Gäste aus Deutschland in die Schweiz.

Wichtigste Tourismusregion der Schweiz bleibt Zürich (5,2 Millionen Logiernächte/plus 0,2 Prozent ) mit der Stadt als grösstem Anziehungspunkt für Reisende. Davon profitiert auch die Region Zürichsee, wobei es lokale Unterschiede gibt. Am linken Ufer wurden im letzten Jahr 154 370 Logiernächte verbucht. Das sind 2625 Übernachtungen mehr als 2015, was einer Zunahme von 1,7 Prozent entspricht. Genau umgekehrt lief es am rechten Ufer mit einem Minus von 1,7 Prozent. Der Bezirk Meilen verzeichnete in der gestern veröffentlichen Statistik von Schweiz Tourismus 64 701 Logiernächte – rund 1100 weniger als 2015.

Yasmin Kistler, Leiterin Tourist Information Rapperswil-Zürichsee Tourismus, glaubt einen Grund im Zusammenspiel von Firmen und ihren ausländischen Gästen zu kennen: «Der Bezirk Horgen ist da wegen der grösseren Hotels und der grösseren Firmen besser positioniert.»

Fast ein Viertel weniger

Die Stadt Rapperswil-Jona musste im Vorjahr ebenfalls eine kleine Einbusse im Fremdenverkehr in Kauf nehmen. In der Rosenstadt übernachteten 36 135 Personen in den acht Hotels. Das sind 130 Gäste (-0,4 Prozent) weniger als 2015 und ein etwas grösserer Rückgang als im gesamten Kanton St. Gallen (-0,3 Prozent).

Gemäss Yasmin Kistler ist vor allem der Dezember in der Rosenstadt enttäuschend verlaufen. Der landesweite Trend zu mehr Schweizer Gästen treffe hier nicht zu. «Dafür hatten wir mehr Touristen aus den USA und Grossbritannien», sagt sie. Noch nicht ins Gewicht fallen in der Jahresbilanz die Schliessung des Hotels Schwanen und der Umbau des Gasthofs Kreuz. «Das werden wir aber 2017 sicher spüren», sagt Yasmin Kistler.

Die grösste Veränderung gab es in der Region Amden-Weesen. Dort brach der Tourismus um 22,1 Prozent ein. Die Zahl der Logiernächte ging von fast 18 000 auf knapp 14 000 zurück. Doch dafür gibt es eine Ursache: Das Kurhaus Bergruh fällt als Hotelbetrieb weg und ist jetzt ein Asylzentrum.

Für Thomas Exposito, Geschäftsführer von Tourismus Amden-Weesen, wirkt sich das besonders stark aus: «Im Kurhaus Bergruh blieben die Gäste durchschnittlich fünf bis sechs Nächte, in den anderen Betrieben ist die Übernächtigungsdauer deutlich kürzer.» Amden-Weesen habe sich auf einen Rückgang eingestellt, der Wegfall des Kurhauses liess sogar ein Minus von 25 Prozent befürchten.

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