Rapperswil-Jona

Was passiert mit der Krone Kempraten?

Seit Sonntag wird nicht mehr gewirtschaftet in der Krone Kempraten. Das Restaurant soll nun zu Therapieräumen umgenutzt werden. Auch für den Restaurantbetrieb gibt es neue Pläne an der Molkereistrasse.

Die Überraschung war gross, als letzte Woche bekannt wurde, dass die Pächter des Restaurants Krone in Kempraten aufhören.

Die Überraschung war gross, als letzte Woche bekannt wurde, dass die Pächter des Restaurants Krone in Kempraten aufhören. Bild: Archiv Manuela Matt

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Geschlossen ist die Krone Kempraten seit Sonntag. Nun werden erste Ideen für eine neue Nutzung präsentiert – klar ist, dass es sportlicher werden soll.«Das Ziel dieser neuen Nutzung ist es, das Karate-Center durch zusätzliche Angebote im Gesundheitsbereich zu ergänzen», schreibt Inhaber Roland Benz, Besitzer der Liegenschaft, in einer Medienmitteilung. Die bisherigen Restauranträume sollen zu Office- und Therapieräumen umgenutzt werden. Auch eine Gesundheitspraxis könnte entstehen. Hier sollen beispielsweise Physiotherapeuten, Ernährungsberater und Massagetherapeuten ein Plätzchen finden. Auch die Hotelzimmer sollen in dieser Art genutzt werden.

Das bisherige Restaurant wird dabei in den heute schon bestehenden Take-away überführt. «Dies wird zu einer Qualitäts- und Angebotserweiterung führen», schreibt Benz. Der Aussenbereich soll dabei neu gestaltet werden und Sitzgelegenheiten bieten.

Auch für den Rest des Gebäudes entstehen bereits neue Pläne, wie auf der Website der Krone Kempraten zu lesen ist. Der historische Gewölbekeller könnte zum Beispiel als Partylokal oder Bandroom genutzt werden. Denkbar wären auch ein Probenraum oder ein Clublokal.

Historisches Gebäude

Die Krone Kempraten wurde 1830 als Gasthaus erbaut. 1960 kaufte die Katholische Kirchgemeinde Rapperswil die Liegenschaft, um das Land für den späteren Bau einer Kirche zu reservieren. Jedoch verkaufte sie das Haus wenig später wieder an die Genossenschaft Krone Kempraten. 2008 wurde sie schliesslich an das Karate-Center Rapperswil verkauft. Der Leiter Roland Benz zog daraufhin mit seiner Karateschule in die Räumlichkeiten ein. Restaurant und Schule wurden während neun Jahren nebeneinander geführt.

«Die Eigentümer der Liegenschaft sind offen für neue, innovative Ideen und Konzepte in der Krone Kempraten», heisst es auf der Website. Darum laufe im Moment ein Ideenwettbewerb zur weiteren Konkretisierung des Konzepts. Alle Interessierten seien eingeladen, daran teilzunehmen. Für weitere Auskünfte war Roland Benz vor Redaktionsschluss nicht erreichbar.

Restaurant zieht um

Was mit dem Restaurantbetrieb an sich geschieht, ist allerdings unklar. Auf dem Anrufbeantworter erklärt die Inhaberin des Restaurants Yvonne Eberle nämlich, dass ihre Zeit in der Krone Kempraten nach neun Jahren vorbei sei. So viel ist bekannt. Neue Informationen liefert jedoch folgender Zusatz: «Ich freue mich aber, Sie im Frühjahr in der Molkereistrasse in Jona begrüssen zu können.» Recherchen der ZSZ zeigen, dass dafür das Gebäude an der Molkereistrasse 16 ins Auge gefasst wurde.

Das Restaurant Krone Kempraten ist nicht das einzige, das sich im Umbruch befindet. In der Stadt Rapperswil-Jona schlossen in der letzten Zeit mehrere Hotels und Beizen ihre Türen. (has)

Erstellt: 20.12.2017, 09:59 Uhr

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