Rapperswil-Jona

Was passiert mit den Geldern fürs Visitor Center?

Die Gemeinden im Linthgebiet haben bereits Geld fürs Visitor Center in Rapperswil-Jona budgetiert. Diese Beiträge sind nicht verloren.

Auf dem Fischmarkt hätte ein neues Visitor Center das ehemalige Zirkusmuseum auf dem Fischmarktplatz ersetzen sollen.

Auf dem Fischmarkt hätte ein neues Visitor Center das ehemalige Zirkusmuseum auf dem Fischmarktplatz ersetzen sollen. Bild: Archiv ZSZ

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Das Nein der Bürgerversammlung zur Erneuerung des Visitor Centers hat für Rapperswil Zürichsee Tourismus ganz direkte Konsequenzen. Präsident Simon Elsener sagt es so: «Unser Weg von der traditionellen Informationsstelle zum regionalen Besucherzentrum mit Erlebniswelt verzögert sich um mindestens drei bis fünf Jahre.»

Auswirkungen hat der negative Entscheid der Bürgerversammlung vom vergangenen Donnerstag auch auf die geplante Finanzierung. Rapperswil Zürichsee Tourismus beschloss an seiner Generalversammlung von Mitte Mai in Meilen, einen Beitrag von 850 000 Franken an den Umbau und die Sanierung des Gebäudes zu leisten. Der grösste Brocken, 650 000 Franken, war für den Innenausbau vorgesehen. Weitere 150 000 Franken hätte die Tourismusorganisation als Stockwerkeigentümerin an die Sanierung des Gebäudes bezahlen müssen.

Ein Teil des Geldes war Mitte Mai bereits vorhanden, wie Elsener an der GV berichtete. Einerseits hatten 25 Gemeinden über ihre Mitgliedschaft in den Organisationen Agglo Obersee und Region Zürichsee Linth eine runde Viertelmillion zugesichert. Dieses Geld ist im Budget 2019 der Organisationen eingestellt und wird jetzt aufgrund des Bürgerversammlungsentscheids nicht ausgelöst. Das bestätigt Peter Göldi, Geschäftsführer beider Organisationen. Félix Brunschwiler, Schmerikon, einer der beteiligten Gemeindepräsidenten, sieht darin kein Problem. Sobald ein neues Projekt vorliege, könne das Geld wieder aktiviert und ins dannzumalige Budget aufgenommen werden – ausser eine der Gemeinden würde dagegen opponieren.

Zurück auf Feld zwei

Aber auch mehrere private Geldgeber und Wirtschaftsunternehmen hatten jeweils fünfstellige Beiträge versprochen. «Hier werden wir zu gegebener Zeit schauen müssen, ob die Zusagen noch gelten», sagt Simon Elsener. Die Gönner hätten ihre Zusage natürlich alle an ein Ja der Bürgerversammlung geknüpft. «Nun müssen wir vielleicht nicht gerade zurück auf Feld eins, aber sicher auf Feld zwei», erklärt Elsener.

Damit Rapperswil Zürichsee Tourismus im Gebäude am Fischmarktplatz den bisherigen Service aufrechterhalten kann, sind laut Elsener jetzt einige Sanierungsarbeiten nötig. Zuvorderst betrifft das die Fenster, von denen einige so undicht sind, dass es mittlerweile hineinregnet. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 12.06.2018, 16:30 Uhr

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