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Walter Suter und Wisy Vorburger stellen aus

Am kommenden Freitag lädt Lucia Studerus Widmer in ihre Galerie Imbild zur Vernissage «Upstairs-downstairs» ein. Die bis am 8. Juli laufende Ausstellung vereint Bilder und Collagen der lokalen Künstler Walter Suter und Wisy Vorburger.

«Upstairs-downstairs» heisst dieses Bild des Joner Künstlers Walter Suter.
«Upstairs-downstairs» heisst dieses Bild des Joner Künstlers Walter Suter.
zvg

Die Galerie Imbild zeigt gesamthaft über fünfzig in den letzten beiden Jahren entstandene Collagen von Wisy Vorburger und Acryl­bilder von Walter Suter – verteilt über zwei Etagen, up­stairs und downstairs eben. «Up­stairs-downstairs» bezieht sich aber auch auf die Wohnsituation der Künstler, die im gleichen Haus auf zwei Stockwerken leben. Und es ist der Titel von Suters im Treppenhaus der Galerie auf­gehängtem Bild einer Frau, die gerade eine Rolltreppe betritt.

Die Entscheidung, welche Bilder wo zu platzieren seien, lag ­allein in der Kompetenz der Galeristin Lucia Studerus Widmer. Die Künstler brachten ihr die Kunstwerke und liessen sich dann überraschen, welche sie auswählen und zu einem stimmigen Ganzen zusammenstellen würde.

«Ich komme von der Betrachterseite her, schaue darauf, welche Bilder sich vertragen, und lasse sie zu mir reden», erklärt Studerus. Das Resultat überzeugt und spricht für ihr fundiertes Kunstverständnis und ihre Kenntnis der Künstler – gerade mit Vorburger verbindet sie eine langjährige ­Zusammenarbeit. So hat sie zum Beispiel seine drei ersten Collagen intuitiv nebeneinander und in der chronologischen Reihenfolge ihres Entstehens aufgehängt.

Abrisse von Plakatwänden

Vorburgers detailreiche Collagen, alles Szenen in Paris oder ­Venedig, basieren auf Abrissen aus diesen Städten. Das heisst, der Künstler entfernte dort von den Plakatwänden nicht mehr aktuelle Plakate oder, genauer ­gesagt, diejenigen Fetzen, die sich abreissen liessen.

Daraus entwickelte Vorburger seine faszinierenden Collagen, indem er sich von Buchstaben, Farben und Formen inspirieren liess, Teile der Abrisse aufklebte und höchst kreativ darauf und drumherum zeichnete: «Ich fand zum Beispiel C, A und S auf dem Abriss und machte daraus CASA, für die letzte Gondelwerft in Vene­dig», sagt Vorburger: Fast in ­allen Bildern komme Schrift vor. «Die gezeichneten Menschen habe ich an Ort und Stelle gesehen, in meinem Skizzenbuch festgehalten und dann vom Skizzenbuch ins neue Bild transponiert», sagt der Künstler. Sein Lieblingsbild ist «Paris Canon!» (supergutes Paris), eine Art Kaleidoskop, das die Stadt an der Seine in ihrer Vielfältigkeit darstellt.

Ein Spiel mit Gegensätzen

Auch Suters Bilder haben einen gemeinsamen Ausgangspunkt. Immerzu liess sich der Künstler von einem visuellen Eindruck ­berühren: Das mögen wartende Menschen auf dem Bahnsteig, eine Schaufensterpuppe, die ­gerade von einer Dekorateurin in Szene gesetzt wurde, oder zwei Volleyballspielerinnen in Aktion gewesen sein. «Ich nehme einen Moment in Gedanken auf, zum Beispiel die Begegnung mit Menschen am Bahnhof, mache mir vielleicht eine Skizze, vor allem der Bewegungen der Personen, und dann gebe ich diese Stimmung im Bild wieder», sagt Suter.

Studerus ergänzt, dass Suters Ins-Acryl-Hineinzeichnen eine ganz eigenständige Note in seine Bilder bringe. Der Künstler spielt gerne mit Gegensätzen wie Bewegung und statischen Elementen, Licht und Schatten, skizzierten Umrissen auf flächigen, hellen Farben oder mit der Auflösung des Gegenständlichen ins Ab­strak­te.

Vernissage am Freitag, 9. Juni, um 19 Uhr in der Galerie Imbild an der Schmiedgasse 32 in Rapperswil.

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