Rapperswil-Jona

Walter Grob zeigt KESB-Kritiker an

Die Kritik an der KESB-Linth führt zu einem weiteren Rechtsstreit. Die KESB und deren Präsident, Walter Grob gehen gegen Beleidigungen in sozialen Netzwerken und Leserbriefen vor.

Wehrt sich gegen Angriffe in sozialen Netzwerken und Leserbriefen: Walter Grob.

Wehrt sich gegen Angriffe in sozialen Netzwerken und Leserbriefen: Walter Grob. Bild: Archiv ZSZ / Reto Schneider

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KESB-Präsident Walter Grob hat genug: Er will sich in sozialen Netzwerken nicht länger beschimpfen lassen und setzt sich deshalb juristisch zur Wehr.«Kennt Ihr jemanden, der Facebook-Einträge oder Leserbriefe gegen die KESB-Linth geschrieben hat und nun deswegen von der KESB, respektive von Dr. Grob eingeklagt worden ist?», fragt Bruno Hug, Verleger der Obersee-Nachrichten, auf seiner Facebook-Seite.

Walter Grob bestätigt sein Vorgehen. «Als Kesb-Mitarbeitende lassen wir die gewöhnlichen Respektlosigkeiten geduldig über uns ergehen.» Der KESB-Präsident sieht jedoch Grenzen: «Öffentliche Beschimpfungen als Hurensöhne, Saupack, Irre oder Terroristen werden jedoch nicht toleriert.»

Klage gegen die Schlimmsten

Äusserungen wie diese kommen in sozialen Netzwerken im Anti-KESB-Lager durchaus vor. Ob und um welche Verfehlungen es sich in Leserbriefen in den Obersee-Nachrichten handeln soll, ist unklar. Die zuvor genannten Begriffe tauchen in den ON nicht auf. «Wir konzentrieren uns dabei auf die übelsten Beschimpfungen», sagt Grob. Dies entspriche auch der Handhabung anderer staatlicher Organe wie etwa der Polizei, die regelmässig Opfer von verbalen Übergriffen werden. «Das Signal an die aufgehetzten Wutbürger ist klar, sich beim Griff in die Tastatur zu mässigen und die Grenzen von Anstand und Recht zu respektieren», folgert Walter Grob.

Eine handvoll Fälle

Die Staatsanwaltschaft des Kantons St. Gallen bestätigt auf Anfrage der Zürichsee-Zeitung, dass Walter Grob Strafanzeigen wegen Beschimpfung gegen verschiedene Personen eingereicht hat. «Auskunft darüber wie viele Fälle es sind, geben wir momentan nicht», sagt Mediensprecher Andreas Baumann. Grob selber sagt, es handle sich um weniger als eine Handvoll. Bruno Hug war gestern Abend für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Zweiter Rechtsstreit

Bei den Anzeigen von Walter Grob handelt es sich um den zweiten Rechtsstreit, der als Folge der Berichterstattung in den Obersee-Nachrichten gedeutet wird. Die Stadt und Walter Grob hatten früher in diesem Jahr Klage gegen die Obersee-Nachrichten selbst eingereicht, weil die Zeitung praktisch jede Woche gegen Exponenten der Stadtbehörden anschreibe: «Die Kampagne ist in einem Ausmass ruf- und imageschädigend, dass die Arbeit und Handlungsfähigkeit der Behörde nachhaltig gestört wird.» (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 15.11.2016, 17:33 Uhr

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