Rapperswil-Jona

Visitor-Center soll zum neuen Begegnungsort werden

Die erste Etage der Tourist-Info am Fischmarktplatz soll temporär besser genutzt werden. Für neun Wochen zieht temporär ein Restaurant ein. Dabei soll es aber nicht bleiben.

Buntes Auftreten: Statt einer wenig-einladenden Betonfassade grüsst das Visitor-Center derzeit mit bunten asiatischen Schirmen.

Buntes Auftreten: Statt einer wenig-einladenden Betonfassade grüsst das Visitor-Center derzeit mit bunten asiatischen Schirmen. Bild: Manuela Matt

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Es ist, als wollte der neue Tourismusdirektor von Rapperswil-Jona seine Stadt aus dem Dornröschenschlaf wecken. Seit dieser Woche präsentiert sich das Visitor-Center im asiatisch-bunten Schirmchenkleid. Es ist ein Vorbote für das Pop-Up Restaurant «H Downtown», ein Ableger des Kinderzoo-Restaurants Himmapan Lodge. Dieses gastiert ab heute während rund neun Wochen mitten in der Stadt.«Das Haus soll leben und vielen Menschen Freude bereiten», sagt Tourismusdirektor Simon Elsener.

Bis im Herbst des nächsten Jahres will Rapperswil Zürichsee Tourismus das ehemalige Circusmuseum noch mehr zum Begegnungsort machen. Im November etwa ist eine Ausstellung eines regionalen Künstlers geplant. «In den Altstadt-Workshops wurde klar, dass die Stadt belebt und neue Treffpunkte geschaffen werden sollen.» Das wolle man mit dem Pop-Up-Konzept erreichen. Das Ganze sei aber auch ein Prozess und man wolle mit den ersten beiden Nutzungen schauen, wie die Idee ankommt.

Kritische Stimmen

Dass mit dem ersten Projekt «H Downtown» die Familie Knie zum Zug kommt, passt nicht allen. Kritische Stimmen bemängeln etwa auf Facebook, dass es keine Ausschreibung gab oder dass man früher nicht einmal für einen einzelnen Event die Terrasse des Circus Museum nutzen konnte. Elsener kontert: «Die Zeiten haben sich geändert.» Heute sei - im ständigen Dialog auch mit der Stadt - mehr möglich. So wurde das Konzept von «H Downtown» auch mit den Stadtbehörden abgestimmt. Das Pop-Up-Restaurant soll auch als eine Art verspäteter «Abschluss» für das seit Jahren geschlossene Circusmuseum sein.

Und Elsener betont: Auch Ideen für weitere temporäre Nutzungen seien - ohne Garantie auf Umsetzung - jederzeit willkommen. Er macht aber auch klar: «Das müssen ruhige Geschichten sein». Partys oder ähnliche Veranstaltungen, welche Anwohner stören würden, seien nicht möglich. Wichtig ist ihm vor allem eines: «Für diese Location muss die Qualität stimmen.»

Ein qualitativ gutes Angebot will Elsener auch mit dem sanierten Visitor-Center schaffen. Die Umbauplanung läuft auf Hochtouren. Diesen Herbst will man ein erstes Konzept zum aufgefrischten Aussehen des Hauses präsentieren. «Das Gebäude soll eine neue, urbane Ausstrahlung erhalten», sagt er. Besonders die Fassade soll attraktiver werden. Dazu gibt es ein neues Café oder Bistro, eine verbesserte Nutzungsmöglichkeit der Terrasse und nicht zuletzt soll das Visitor-Center ein Schaufenster für die touristischen Highlights der Region werden.

Den Projektierungskredit hatten die Bürger im vergangenen Jahr bewilligt, im kommenden Dezember soll ein Investitionskredit vorgelegt werden. Die Eröffnung ist auf 2019 geplant. Und eines ist klar: Auch im neuen Visitor-Center soll es Platz haben für Pop-Up-Angebote.

Erstellt: 26.07.2017, 17:31 Uhr

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@zsz.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 044 928 55 82. Mehr...

Abo

Eine für alle. Im Digital-Abo.

Die Zürichsee Zeitung digital ohne Einschränkung nutzen. Für nur CHF 25.- pro Monat. Jetzt abonnieren!

Kommentare

Blogs

Michèle & Friends Midlife-Crisis? Nehm ich!

Von Kopf bis Fuss Diese Frau erinnert sich an alles

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben