Zum Hauptinhalt springen

Vandalismus und Alterswohnungen gaben in Eschenbach zu reden

An der Bürgerversammlung segneten die Stimmberechtigten von Eschenbach das Budget 2018 ab. Zudem wurde auch der Antrag für eine Steuersenkung um zwei Prozentpunkte gutgeheissen.

Vom Ja zur Dreifachturnhalle verspricht sich der Eschenbacher Gemeinderat einen gesellschaftlichen Aufschwung.
Vom Ja zur Dreifachturnhalle verspricht sich der Eschenbacher Gemeinderat einen gesellschaftlichen Aufschwung.
zvg / Gemeinde Eschenbach

Ein wegweisendes und wichtiges Jahr neige sich dem Ende zu, ­bilanzierte Gemeindepräsident Josef Blöchlinger (CVP) zum Auftakt der Bürgerversammlung von Mittwoch. Der Gemeindepräsident von Eschenbach nutzte die Gelegenheit und bedankte sich bei allen Stimmbürgern für die deutliche Annahme der Abstimmungsvorlage zum Bau einer neuen Dreifachsporthalle mit Kunstrasenfeld und neuer Tiefgarage. «Damit hat sich die grosse Mehrheit der Bürger für eine nachhaltige Zukunft der Gemeinde entschieden.»

Blöchlinger kam aber nicht dar­um herum, auch die weniger erfreulichen Ereignisse des vergangenen Jahres zu thematisieren. So komme es immer wieder zu unbewilligten Bauten, was einen enormen Aufwand für die Gemeinde bedeute. Auch die jüngsten Vandalenakte verurteilte der Gemeindepräsident aufs Schärfste. Ende Oktober setzten Unbekannte an einem Wochenende gleich zwei öffentliche WC-Anlagen der Gemeinde in Brand. «Es ist eine absolut traurige ­Sache, dass Leute aus Langeweile und Blödsinn so eine Tat begehen.» Wer Angaben über die Vorfälle machen könne, der solle sich deshalb unbedingt bei der Polizei oder der Gemeinde melden, setzte Blöchlinger noch einmal nach.

Humanitäre Hilfe fällt einigen zu knausrig aus

Es folgte das Haupttraktandum des Abends. Das Budget 2018, welches sich nicht ganz ausgeglichen präsentierte. Mit einem Aufwand von 57 493 400 Franken und ei­nem Ertrag von 57 050 000 Franken weist der Finanzplan ein Defizit von 443 400 Franken auf. Dieses könne aber, wenn denn nötig, problemlos mit einem Bezug aus der vorhandenen Reserve der Gemeinde ausgeglichen werden, sagte Blöchlinger. Trotz grossen Investitionen, wie etwa der Dreifachsporthalle, beantragte der Gemeinderat ausserdem eine Steuersenkung um zwei Prozentpunkte auf neu 121 Prozent. Es ist dies die zweite Steuersenkung seit der Fusion. Beide Anträge nahmen die 106 Anwesenden an.

Einzig eine Gegenstimme gab es. Der Goldinger Kurt Widmer beantragte zuvor nämlich die Aufstockung des Budgetpostens humanitäre Hilfe. Die eingeplanten 2500 Franken bezeichnete Widmer als knausrig. Sein Votum, das Konto der humanitären Hilfe sei auf 25 000 Franken zu budgetieren, fand bei den restlichen Stimmberechtigten jedoch keinen Anklang.

Ähnlich erging es auch dem SVP- Kantonsrat Christian Rüegg aus Rüeterswil. In der offenen Diskussion stellte der rüstige Senior gleich zwei Anträge. Sein Anliegen: Es brauche mehr Pflegeplätze und Alterswohnungen für Senioren. Die beiden Alters­heime in der Gemeinde hätten bereits heute lange Wartelisten, führte Rüegg aus.

Gemeindepräsident Josef Blöchlinger habe zuvor in seinem Ausblick auf das nächste Jahr zwar erwähnt, dass die Gemeinde bestrebt sei, das Thema Alterswohnungen vorwärtszutreiben. Er sei aber schon zu lange Politiker, um solch einem Votum blind Vertrauen zu schenken, erklärte Rüegg. Mit seinen Anträgen wollte der SVP-Politiker den Gemeinderat deshalb dazu verpflichten, innert Jahresfrist Bericht und Antrag über die Erweiterung von Pflegeplätzen sowie den Bau von Alterswohnungen an die Bürger zu machen. Beide Begehren wurden ­jedoch grossmehrheitlich ab­gelehnt.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch