Rapperswil-Jona

Über 800 Unterschriften für die Abfall-Sammelstelle

Die Solidarität für die von der Schliessung bedrohte Abfallsammelstelle «Brings!» ist gross: Bislang kamen 846 Unterschriften gegen die Schliessung zusammen.

Bereits über 800 Unterschriften für die Abfallsammelstelle «Brings!» in Jona. Durch die Petition soll der Entsorgungspark vor der Schliessung gerettet werden.

Bereits über 800 Unterschriften für die Abfallsammelstelle «Brings!» in Jona. Durch die Petition soll der Entsorgungspark vor der Schliessung gerettet werden. Bild: Manuela Matt

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Joel Keller ist beeindruckt: Die Zahl der gesammelten Unterschriften für die Petition gegen die Schliessung der Abfallsammelstelle liegt weit über den Erwartungen. 846 Unterschriften kamen in kurzer Zeit zusammen. «Das Ziel, bis am Montag, 29. Mai, 1000 Unterschriften zu haben, erreichen wir damit problemlos.»

Joel Keller ist Geschäftsführer der Keller Recycling AG, die den Entsorgungspark an der Schachenstrasse betreibt. Am Freitag und Samstag nach Auffahrt dürfte die Zahl der Unterschriften nochmals wachsen. «An diesen Tagen kommen erfahrungsgemäss zahlreiche Kunden vorbei», weiss Keller. Und viele von ihnen werden wohl die Unterschriftenbögen vor Ort unterschreiben.

Grosses Bedauern

Ohnehin habe er viele positive Reaktionen bekommen. Geschätzt werde der Standort der Sammelstelle, nämlich nahe bei den Kunden, und der soziale Aspekt. Keller beschäftigt in Jona vier Mitarbeiter, die zum Teil körperlich oder psychisch beeinträchtigt sind. «Kunden argumentieren auch, dass sie nicht noch zum Verkehrsproblem von Rapperswil-Jona beitragen wollen, indem sie quer durch die Stadt zum andern Entsorgungspark fahren», erzählt Keller.

Die Zukunft der Sammelstelle an der Schachenstrasse sieht düster aus: Am 15. Juli muss voraussichtlich geschlossen werden. Es mangelt es an regelmässigen Nutzern: Aktuell sind es rund 2000 Haushalte, welche ein Jahresabonnement (Kosten: 30 Franken) besitzen. Nötig wären hingegen 4000.

Die Konkurrentin Karl Rüegg AG betreibt Richtung Rüti, nahe des Autobahnanschlusses, seit Jahren eine Abfallsammelstelle. Mit ein Grund, weshalb die Luft für ein zweites gleichartiges Unternehmen nach nur vier Jahren dünn wurde. Die Sammelstelle im Engelhölzli wirtschaftet ohne Abogebühr.

Seit der Schliessungsentscheid bekannt wurde, erreicht Keller und sein Team eine eigentliche Solidaritätswelle: Viele Bürgermelden sich zu Wort, äussern ihr Bedauern. Und entwickeln sogar Ideen, wie das Aus abgewendet werden könnte. «Einige wären sogar bereit, das doppelte für ein Abonnement zu bezahlen.» Jemand anders habe vorgeschlagen, dass Kunden zusätzliche Abos kaufen und dann verschenken könnten. Joel Keller schätzt die Initiative seiner Kunden. Eine Erhöhung der Abogebühr komme jedoch nicht in Frage.

Übergabe nächste Woche

Anfangs nächster Woche will Keller die Petition der Bauverwaltung der Stadt übergeben. Zudem will er sich zusammen mit seinen Mitstreitern eine Strategie für die nächste Bürgerversammlung am 8. Juni zurechtlegen. Grosse Hoffnung habe er zwar nicht. Vielmehr gehe es ihm darum, ein Zeichen zu setzen. Anders als in anderen Gemeinden zahlt die Stadt Rapperswil-Jona keine Subvention an die Sammelstelle. Dies gilt auch für jene im Engelhölzi. Der städtische Betrag wäre zu hoch, argumentiert die Stadt. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 23.05.2017, 16:12 Uhr

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