Amden

Tödlicher Kletterunfall am Mattstock

Ein 22-Jähriger ist im Klettergarten Mattstock abgestürzt und tödlich verletzt worden. Passiert ist der Unfall beim Abseilen.

Ein Unfall im Klettergarten Mattstock oberhalb von Amden hat am Samstag ein Todesopfer gefordert.

Ein Unfall im Klettergarten Mattstock oberhalb von Amden hat am Samstag ein Todesopfer gefordert. Bild: Kantonspolizei St. Gallen

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Die Klettertour eines 22-Jährigen mit seiner Partnerin im Klettergarten Mattstock, Amden, endete am Wochenende tragisch. Beim Abseilen an der 175 Meter hohen Wand stürzte der junge Mann aus bisher noch unbekannten Gründen, teilt die Kantonspolizei St. Gallen mit. Er verstarb noch auf der Unfallstelle und wurde mit der Rega aus dem Klettergebiet geborgen. Seine 20-jährige Partnerin blieb unverletzt, stehe aber unter Schock.

Keine Anfängerroute

Der Vorfall ereignete sich am Samstag gegen 14 Uhr auf einer Route namens «Abseilpiste», sagt Polizeisprecher Florian Schneider. Bei dem Paar aus dem Kanton Aargau handelte es sich nicht um unerfahrene Kletterer. Die gewählte Route entspreche etwa mittlerem Schwierigkeitsgrad.

Am Unfall war die Partnerin des Verunglückten nicht beteiligt. Anders als beim Aufsteigen seien Kletterer beim Abseilen nicht gegenseitig gesichert. «Der Mann war beim Abseilen auf sich alleine gestellt», sagt Schneider, «die Frau hätte den Unfall nicht mehr verhindern können.»

Das Alpinkader der Kantonspolizei St. Gallen klärt nun die Umstände des Unfalles ab. Andere Kletterer, die vor Ort waren und den Vorfall meldeten, werden ebenfalls befragt.

Auf Eigenverantwortung

Dass die im Klettergarten angebrachten Sicherungen im Berg nicht in optimalem Zustand waren, sei eher nicht zu erwarten, sagt Schneider. Man gehe von einem tragischen Eigenverschulden aus.

Der Klettergarten wird nicht etwa von einem Verein oder einer Firma betrieben; Freiwillige sorgen dafür, dass die Sicherungen im Berg halten. Jeder Besucher könne selbst auf Tour gehen und trage dabei eine Eigenverantwortung. Das betroffene Gebiet stehe Kletterern seines Wissens nach wie vor offen. (red)

Erstellt: 10.06.2018, 15:47 Uhr

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