Uznach/Schmerikon

Schmerikon lehnt Fusion mit Uznach ab

Im Seedorf stimmen nur gerade 18% der Stimmbürger Ja.

Uznach und Schmerikon könnten diesen Sonntag politisch zusammenwachsen.

Uznach und Schmerikon könnten diesen Sonntag politisch zusammenwachsen. Bild: Peter Niederberger

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Das Abstimmungsresultat ist klar und deutlich: Die Stimmbürger von Schmerikon wollen nicht mit Uznach fusionieren. Gleich 82 Prozent lehnten die Vereinigung ab. Die Stimmbeteiligung lag mit fast 60 Prozent deutlich über dem Schnitt.

Anders die Si­tua­tion in Uznach. Bei einer tieferen Stimmbeteiligung von rund 43 Prozent legte die Mehrheit ein Ja in die Urne. Die Fusion wurde mit 67 Prozent angenommen. Damit steht fest: Die Stimmbürger haben gestern Sonntag den Alleingang der beiden Gemeinden für die nächsten Jahre beschlossen.

Enttäuschtes Uznach

Dass sich am Nein von Schmerikon so rasch nichts ändern wird, ist auch dem Gemeindepräsidenten von Uznach, Erwin Camenisch (SP), bewusst. Er rechnet damit, dass das Thema nun für mindestens drei Amtsperioden, also zwölf Jahre, vom Tisch ist. Es sei nun auch kein Thema, auf ­andere mögliche Fusionspartner zuzugehen, etwa Kaltbrunn oder Benken. Diese beiden Gemeinden hatten bereits 2013 eine Gross­fusion mit Uznach und Schmerikon abgelehnt.

Schmerkner Freude

Erfreut über das Resultat ist der Schmerkner Gemeindepräsident Félix Brunschwiler (parteilos). Sein Gemeinderat hatte sich im Vorfeld für ein Nein zur Fusion eingesetzt. Als besonders wichtig bewertet Brunschwiler die hohe Stimmbeteiligung: «Ich habe mir immer gewünscht, dass der Entscheid breit abgestützt ist.» Positiv beurteilt er zudem, dass das Stimmvolk der Empfehlung des Rates folgte. Ein anderes Resultat hätte seiner Meinung nach zu Schwierigkeiten bei der Umsetzung der Fusion geführt.

Regierungsrat Martin Klöti (FDP) zeigt sich überrascht über das deutliche Resultat. Er könne sich die merkwürdige Negativstimmung der letzten Wochen nicht erklären. (zsz.ch)

Erstellt: 20.09.2015, 12:14 Uhr

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