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Täter von Walde muss im August vor Gericht

Wegen Mordes muss sich ein Mann vor Gericht verantworten. Der 45-jährige hat 2015 im Eschenbacher Ortsteil Walde eine Frau getötet und zwei weitere Personen verletzt. Auslöser der Tat war wohl ein liegengelassenes Elektrokabel.

Die Bluttat ereignete sich im Januar 2015 – der Täter muss sich nun im August vor Gericht verantworten.
Die Bluttat ereignete sich im Januar 2015 – der Täter muss sich nun im August vor Gericht verantworten.
Archiv ZSZ / Pascal Jäggi

Die Bluttat auf einem Bauernhof von Walde steckt den Eschenbachern auch nach zwei Jahren noch in den Knochen. Der damals 45-jährige Täter schoss im Januar 2015 mit einem Revolver mehrfach auf den 39-jährigen Pächter des väterlichen Grundstücks. Danach ging der Mann im Dorf mit einem Vorschlaghammer auf seinen 84-jährigen Vater und dessen 83-jährige Lebenspartnerin los und schlug auf sie ein. Dabei wurde die Frau getötet und der Vater des Beschuldigten lebensgefährlich verletzt.

Im August kommt es am Kreisgericht in Uznach nun zum Prozess. Dem Täter droht eine 20-jährige Freiheitsstrafe mit anschliessender Verwahrung. Aus der Anklageschrift, welcher der Zürichsee-Zeitung vorliegt, gehen nun Details der Bluttat hervor. Rund zwanzig Jahre vor der Tat übernahm der Mann einen Bauernhof von seinen Eltern. Nach schweren gesundheitlichen Problemen musste er den Hof verpachten. Der Vater kaufte den Hof dann wieder zurück. Anlässlich der ersten staatsanwaltschaftlichen Einvernahme äusserte sich der Täter, man hätte das väterliche Anwesen an junge Leute verpachten können und er wäre der Chef gewesen. Diesem Vorhaben standen aus seiner Sicht sein Vater und dessen Lebenspartnerin sowie der Pächter im Wege.

Am Tatabend war der 45-Jährige in Walde: Auf dem Vorplatz des Hauses seines Vaters fand der Beschuldigte nach seinen Aussagen ein liegengelassenes Elektrokabel, worüber er sich fürchterlich aufregte. Er glaubte, dass dieses Kabel absichtlich liegen gelassen wurde, um ihn zu ärgern. Es habe ihn daraufhin «verjagt», gab er in der Einvernahme zu Protokoll. Er schlug dem Pächter daraufhin ein Treffen vor, bei dem zuerst über Belangloses wie das Wetter oder die eingetroffene Steuererklärung gesprochen wurde.

Einen Streit gab es laut der Anklageschrift nicht. Der Täter begab sich während des Gesprächs zweimal zu seinem Auto und holte dort die Waffe, einen Armeerevolver. Unvermittelt begann er mehrmals auf den Pächter zu schiessen. Dieser konnte flüchten, zog sich aber eine Durchschussverletzung am Oberarm zu. Später fand die Polizei im Auto des 45-Jährigen eine Schachtel mit weiteren 88 Patronen.

Familie brutal angegriffen

Nachdem der Beschuldigte die Verfolgung des Pächters aufgab , fuhr er zu seinem Elternhaus. Dort schlug er mit einem grossen Eisenhammer mindestens drei Mal mit voller Wucht auf den Kopf der 82-jährigen Lebenspartnerin seines Vaters. Diese verstarb auf der Stelle. Den Vater griff er ebenfalls an, dieser überlebte schwer verletzt. Daraufhin flüchtete er und konnte nach einem Abendessen in einer Pizzeria von der Polizei verhaftet werden.

Der Täter war in den staatsanwaltschaftlichen Untersuchungen geständig. Er befindet sich im vorzeitigen Strafvollzug.

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