Schmerikon

WWF will Bauzone verhindern

In der Chürzi soll Bauland geschaffen, im Rosengarten Land ausgezont werden. Gegen beide Vorhaben wurde nun beim St. Galler Baudepartement Rekurs erhoben.

Gegen Bauen auf der grünen Wiese: Der WWF hat seine Einsprache gegen eine Einzonung von Bauland in der Chürzi weitergezogen.

Gegen Bauen auf der grünen Wiese: Der WWF hat seine Einsprache gegen eine Einzonung von Bauland in der Chürzi weitergezogen. Bild: Michael Trost

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Schmerikon will in mehreren ­Gebieten neues Bauland schaffen. Dazu muss an anderer Stelle Bauland ausgezont werden. Nachdem die Gemeinde Einsprachen gegen die Umzonungen abgelehnt hatte, wurde nun gegen zwei Teilzonenpläne Rekurs eingereicht. Laut Auskunft von Tanja Kamber, ­Leiterin der Rechtsabteilung des St. Galler Baudepartements, betreffen die Rekurse die Einzonung von Bauland in der Chürzi und eine Auszonung im Rosengarten.

Hintergrund des Widerstands gegen die Auszonung: Wenn Bauland verschwindet, verliert das Land der Eigentümer naturgemäss an Wert. Die Gemeinde will dort Land auszonen, wo nicht absehbar ist, dass in naher Zukunft Bauprojekte aufgegleist werden.

Gegen Überbauung der Chürzi

Eine Verlagerung der Bauzone in das zentraler gelegene Gebiet Chürzi macht aus Sicht der Gemeinde Sinn. Doch auch bei der Einzonung von Bauland gibt es Widerstand: «Der WWF moniert, eine Überbauung in der Chürzi tangiere den Gewässerschutz, weil sich der Goldbergbach in der Nähe der Parzelle befindet», sagt Félix Brunschwiler (parteilos), Gemeindepräsident von Schmerikon: Zudem setzt sich die Umweltorganisation dafür ein, dass die Chürzi in der Grünzone Freihaltung belassen wird, und verweist hierbei auf den Ortsbildschutz. Der WWF war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Genehmigung ist ausstehend

Eine mögliche Überbauung im Gebiet Chürzi wird aufgrund des Rekurses in die Zukunft verschoben. Aus Sicht der Gemeinde wäre dies zu verkraften: Im Seedorf seien genügend andere Bauprojekte in der Pipeline, sagt Brunsch­wiler. Mehr Sorgen macht dem Gemeindepräsidenten der Umstand, dass die Teilzonenpläne noch vom Kanton genehmigt werden müssen. Falls das Amt für Raumentwicklung und Geoinformation die Pläne ausbremsen würde, könnten diese erst dann umgesetzt werden, wenn sie in eine Gesamtüberarbeitung der Ortsplanung integriert werden. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 20.05.2018, 10:27 Uhr

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