Rapperswil-Jona

Stadt sucht nach Grundstück für zweite Abfallsammelstelle

Die Sammelstelle «Brings!» schliesst im Juli. Doch Betreiber Joel Keller hofft, dass seine Sammelstelle bald an einem neuen Ort in der Stadt die Tore wieder öffnen kann. Bei der Stadt übt man sich derweil in Zurückhaltung.

Trotz Petition schliesst die Entsorgungsstelle «Brings!» an der Schachenstrasse am 15. Juli. Die Stadt sucht jetzt nach einem geeigneten Areal für eine neue Sammelstelle.

Trotz Petition schliesst die Entsorgungsstelle «Brings!» an der Schachenstrasse am 15. Juli. Die Stadt sucht jetzt nach einem geeigneten Areal für eine neue Sammelstelle. Bild: Archiv / Manuela Matt

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Am 15. Juli ist definitiv Schluss für die Entsorgungsstelle «Brings!» an der Schachenstrasse. Die Hoffnung vieler Quartierbewohner, dass die Sammelstelle noch einige Tage länger auf dem Areal bleiben wird, haben sich zerschlagen. «Wir verabschieden uns mit kostenlosen Würsten und Getränken», sagt Joel Keller, Betreiber der Sammelstelle. Er ist nach wie vor überwältigt von der Solidarität, die er und sein Team erfahren haben, nach dem die Schliessungspläne bekannt wurden. Eine Petition haben inzwischen 2000 Personen unterzeichnet. Und: Kellers Ärger über die fehlende Unterstützung der Stadt ist Optimismus gewichen.

Nach dem Entscheid der Bürgerversammlung im Juni muss die Stadt ein Konzept mit zwei Sammelstellen auf Stadtgebiet erarbeiten. «Wir haben der Stadt unseren Platzbedarf und Ideen übermittelt», sagt Keller. Ihm würde ein befestigter Platz reichen, den er für die Sammelstelle überdachen kann. Der Sammelstellenbetreiber will einen neuen Businessplan erarbeiten und mit der Stadt einen Leistungsvertrag – wie ihn Entsorger Karl Rüegg im Engelhölzi hat – abschliessen. Das Land möchte Keller im Baurecht übernehmen, ebenfalls zu ähnlichen Konditionen wie Rüegg. «Wir sind bereit und möchten unsere Kunden weiterbedienen.»

Hohe Anforderungen an Land

Bauchef Thomas Furrer relativiert den neuen Optimismus von Joel Keller. «Die Stadt geht auf die Suche nach einem passenden Areal», betont Furrer. Das soll wenn möglich im Süden, Richtung Schachen sein und in der Zone für öffentliche Bauten und Anlagen liegen. Allerdings gelten für ein neues Grundstück hohe Anforderungen. Etwa muss geklärt werden, wie die Zufahrtsmöglichkeiten für die Autofahrer ist. Auch über die Konditionen habe der Stadtrat noch keinen Entscheid getroffen.

Furrer hofft, dass der Stadtrat im Idealfall an der Bürgerversammlung im Dezember Bericht erstatten kann, wie das Sammelstellenkonzept in Zukunft aussieht. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 06.07.2017, 14:48 Uhr

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