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St. Galler Kantonalbank spürt Zurückhaltung der Kunden

Die St. Galler Kantonalbank hat im ersten Halbjahr 2016 einen tieferen Betriebsertrag hinnehmen müssen. Der Geschäftserfolg stieg allerdings im Vergleich zur Vorjahresperiode um 7,1 Prozent auf 90 Mio. Franken an.

Die St. Galler Kantonalbank hat im ersten Halbjahr 2016 einen tieferen Betriebsertrag hinnehmen müssen. Der Geschäftserfolg stieg allerdings im Vergleich zur Vorjahresperiode um 7,1 Prozent auf 90 Mio. Franken an.
Die St. Galler Kantonalbank hat im ersten Halbjahr 2016 einen tieferen Betriebsertrag hinnehmen müssen. Der Geschäftserfolg stieg allerdings im Vergleich zur Vorjahresperiode um 7,1 Prozent auf 90 Mio. Franken an.
Keystone

Er sei sehr zufrieden mit dem operativen Ergebnis, stellte Thomas Gutzwiller, Verwaltungsratspräsident der St. Galler Kantonalbank (SGKB), am Mittwoch an der Medienorientierung zum Halbjahresabschluss in St. Gallen fest. Dazu hätten das bessere Zinsergebnis, die rekordtiefen Kreditrückstellungen, sowie der kleinere Geschäftsaufwand beigetragen.

Konkret konnte die Bank den Erfolg aus dem Zinsgeschäft um 5,7 Prozent steigern. Mit einem Wachstum im klassischen Bilanzgeschäft habe man die Erosion bei den Margen kompensieren können, erklärte CEO Roland Ledergerber. Dazu seien die Zinsabsicherungskosten dank verbesserter Konditionen geringer ausgefallen und es konnten Kreditrückstellungen aufgelöst werden.

Zurückhaltende Anleger

Das Umfeld ist allerdings nach wie vor nicht einfach: Es gebe einen Rückgang «bei allem was mit der Börse zu tun hat», umschrieb Ledergerber die Situation. Unter anderem wirkte sich der Rückgang bei den Laufkunden im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft aus. Dort weist die SGKB ein Minus um 10,5 Prozent aus.

Im Handelsgeschäft verzeichnete die Bank gar einen Rückgang um 35,4 Prozent. Ledergerber begründete den Unterschied mit der ausserordentlichen Situation in der Vergleichsperiode nach der Aufgabe des Mindestkurses durch die Nationalbank im Januar 2015: Danach sei ein, zwei Monate lang ausserordentlich viel gelaufen.

Unter dem Strich resultierte ein um 2,3 Prozent tieferer Betriebsertrag von 219 Mio. Franken (225 Mio.). Der Aufwand lag um 1,2 Mio. Franken leicht unter dem Wert des Vorjahrs, unter anderem weil damals darin Verfahrenskosten des US-Programms, sowie Aufwendungen für die Strategieumsetzung und die Integration der Vadian Bank enthalten waren.

Der Geschäftserfolg verbesserte sich um 7,1 Prozent auf 90 Mio. Franken. Der Konzerngewinn lag mit 74 Mio. Franken deutlich tiefer als in der Vorjahresperiode (85 Mio.). Der Grund: Damals kamen 18,1 Mio. Franken aus dem Verkauf des Anteils an Swisscanto als ausserordentlicher Ertrag dazu.

Nach diesem Halbjahresergebnis hält die Bank an ihrer Prognose fest, per Jahresende 2016 einen leicht höheren Konzerngewinn als 2015 ausweisen zu können.

Diverse Projekte abgeschlossen

Die SGKB rechnet damit, in ihrem Heimmarkt von einer anziehenden Konjunktur profitieren zu können. Nach dem Frankenschock gebe es eine positive Entwicklung, schilderte Ledergerber. So hätten die Exporte der Ostschweizer Unternehmen breit abgestützt zugenommen.

Die Bank hat in den letzten Jahren grössere Projekte wie die Bereinigung des US-Geschäftes oder die Integration der Vadianbank bewältigt. Seit 2013 hat sie zudem eine neue Strategie, zu der unter anderem gehört, dass nur noch steuerkonforme Gelder angenommen werden.

Die neue Ausrichtung wurde kürzlich durch die Eigentümerstrategie der St. Galler Regierung bestätigt, die 55 Prozent der Aktien der SGKB hält. Dies sorge für Kontinuität und Verlässlichkeit, stellte Verwaltungsratspräsident Gutzwiller fest. Für die Bank sei «eine Zeit der Stabilität» angebrochen.

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