Rapperswil-Jona

«So nahe an einem Tunnel waren wir noch nie»

Martin Stöckling, Stadtpräsident von Rapperswil-Jona, zur Tatsache, dass der Kanton St. Gallen neu auch eine «Nullvariante», ohne Tunnel, in Betracht zieht.

Sieht keine Alternative zum Tunnel: Martin Stöckling (FDP), Stadtpräsident von Rapperswil-Jona.

Sieht keine Alternative zum Tunnel: Martin Stöckling (FDP), Stadtpräsident von Rapperswil-Jona. Bild: Archiv Sabine Rock

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Wie realistisch ist derzeit der Tunnel durch Rapperswil-Jona?
Martin Stöckling: Der Stadtrat ist von der Notwendigkeit eines Tunnels überzeugt und ist der Meinung, dass dieser die einzige Möglichkeit ist, um die Stadt langfristig vom Verkehr zu entlasten. Sehr wahrscheinlich waren wir noch nie so nahe an einem Tunnel dran wie jetzt.

Im letzten Mai präsentierten Kanton und Stadt die beiden Tunnelvarianten Mitte und ­Direkt als die beiden einzigen tatsächlich machbaren Varianten. Demgegenüber stehen nun aber auch eine sogenannte Nullvariante, die lediglich oberirdische Massnahmen umfasst,und ein Referenzzustand ohne Ausbauten. Naht nun des Tunnels Tod?
Für den Stadtrat gibt es keine Alternative zum Tunnel. Die Nullvariante über die Güterstrasse ist lediglich eine Vergleichsvariante zum Zwecke der Zweckmässigkeitsbeurteilung. Für den Stadtrat ist sie jedoch keine tatsäch­liche Option.

Glauben Sie daran, dass das die Bevölkerung ebenso sieht? Immerhin haben die Bürger 2011 noch klar Nein zum Tunnel gesagt.
Der Vergleich mit 2011 hinkt. Damals war weder die Etappierung noch die Finanzierung des Projekts klar. Der Stadtrat ist überzeugt, dass man die Bevölkerung über eine transparente Kommunikation für den Tunnel gewinnen kann.

(Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 22.02.2018, 10:41 Uhr

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