Schmerikon

Schmerkner Zentrum soll nun doch eine Tiefgarage erhalten

Seit Mitte 2015 liegt ein Projekt zur Aufwertung der Schmerkner Ortsdurchfahrt vor. Nun hat der Gemeinderat auch den Bau einer Tiefgarage unter dem Dorfplatz geprüft. Mit positivem Resultat. Damit kostet das Projekt über 10 Millionen Franken. Die Gemeinde hofft nun auf einen Zustupf des Bundes.

Die Ortsdurchfahrt durch Schmerikon soll aufgewertet werden: mit einer richtungsgetrennten Hauptstrasse und einem grosszügigen Dorfplatz.

Die Ortsdurchfahrt durch Schmerikon soll aufgewertet werden: mit einer richtungsgetrennten Hauptstrasse und einem grosszügigen Dorfplatz. Bild: Visualisierung zvg

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Es geht vorwärts mit der Neugestaltung der Schmerkner Ortsdurchfahrt. Wenn auch langsamer als ursprünglich geplant. Der Grund: Die Gemeinde hofft auf Beiträge des Bundes. Deshalb hat sie das Projekt zur Aufwertung der Schmerkner Ortsdurchfahrt in das dritte Agglomerationsprogramm eingegeben, das der Verein Agglo Obersee in diesen Tagen beim Bund einreicht. 10,7 Millionen Franken sind dafür im Agglo-Programm gesamthaft veranschlagt. Darin eingerechnet: 5 Millionen für den Bau einer Tiefgarage, die unter dem Dorfplatz zu liegen kommen könnte. Eine solche will der Schmerkner Gemeinderat nun nämlich definitiv in das Projekt integrieren, wie Gemeindepräsident Félix Brunschwiler (parteilos) gegenüber der «Zürichsee-Zeitung» sagt.

Weitere 1,4 Millionen Franken entfallen auf die Hauptstrasse, für die der Kanton zuständig ist. Die restlichen 4,3 Millionen sind für die Gestaltung des Zentrums im Bereich des Bahnhofs vorgesehen. Falls der Bund das Projekt finanziell unterstützt, könnte er einen Beitrag von bis zu 40 Prozent der Kosten sprechen.

Es ist bereits der zweite Anlauf, den die Gemeinde zur Aufwertung des Zentrums nimmt. Bereits 2005 lag ein Konzept vor, das später aber eingestampft wurde. Im Frühsommer 2015 präsentierte die Gemeinde dann das Projekt «EgliFisch», das als Sieger aus einem Studienauftrag hervorging. Dieses sieht einen sechs Meter breiten Boulevard vor der Häuserfront im Zentrum, eine Verlegung der Hauptstrasse nach Süden, eine alleeartige Zugangsstrasse zum Bahnhof sowie einen offenen Platz für Dorffeste vor. Als Option war zudem eine Tiefgarage im Bereich des Bahnhofplatzes angedacht.

Kosten sind tragbar

Ursprünglich sollte das Vorprojekt in diesem Jahr vorliegen. Der Gemeinderat entschied dann aber, den Bau einer Tiefgarage unter dem Dorfplatz vertieft zu prüfen, und gab hierfür eine Machbarkeitsstudie in Auftrag. Diese liegt nun vor und kommt laut Brunschwiler zum Schluss, dass eine Tiefgarage technisch machbar ist und die Kosten in vertretbarem Rahmen liegen.

Deshalb will der Schmerkner Gemeinderat nun in Kürze ein Vorprojekt lancieren, das eine Tiefgarage mit einschliesst. Brunschwiler rechnet damit, dass dieses im dritten Quartal 2017 vorliegt. Danach folgen die Genehmigungsprojekte von Kanton und Gemeinde. «Die Kosten für die Tiefgarage müssen die Planer aber separat ausweisen», sagt der Gemeindepräsident. Und auch in der Abstimmung, die dereinst nötig wird, sollen die Stimmbürger den Kredit für die Realisierung der Tiefgarage separat bewilligen können.

Sein Tempo will der Schmerkner Gemeinderat auf den Entscheid des Bundes über die Beiträge an die Agglomerationsprogramme abstimmen. Dieser dürfte 2018 vorliegen. Damit kommt das Projekt zwar etwas langsamer voran als zunächst angedacht. Angesichts des Investitionsvolumens sei diese Abstimmung aber sinnvoll, sagt Brunschwiler.

Mit oder ohne Tiefgarage

Im besten Fall könnten die Schmerkner Stimmbürger im Verlauf des Jahres 2018 über den Baukredit zur Neugestaltung der Ortsdurchfahrt abstimmen. Damit entscheiden die Schmerkner auch, ob sie ein neues Zentrum mit oder ohne Tiefgarage wollen – im Wissen darum, wie viel Geld der Bund an das Projekt zahlt. «An den Kosten für die Tiefgarage soll das Projekt jedenfalls nicht scheitern», sagt Gemeindepräsident Félix Brunschwiler.

Erstellt: 19.12.2016, 18:05 Uhr

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