Zum Hauptinhalt springen

Stimmvolk schickt Strassenprojekt bachab

Einmal mehr ist in der Stadt ein Verkehrsprojekt gescheitert. An der Urne stimmten 55 Prozent gegen die Verkehrsentlastung der St. Gallerstrasse.

Bauchef Thomas Furrer und Stadtpräsident Martin Stöckling (von links) müssen eine empfindliche Niederlage hinnehmen: Die Vorlage der Stadt, «Teilabschnitt Knoten St. Gallerstrasse/Feldlistrasse», wurde abgelehnt.
Bauchef Thomas Furrer und Stadtpräsident Martin Stöckling (von links) müssen eine empfindliche Niederlage hinnehmen: Die Vorlage der Stadt, «Teilabschnitt Knoten St. Gallerstrasse/Feldlistrasse», wurde abgelehnt.
Archiv Sabine Rock

Auf der zentralen Ost-West-Achse der Stadt bleibt alles beim Alten. Die Stimmbevölkerung von Rapperswil-Jona hat das Strassenprojekt für den Knoten St. Gallerstrasse/Feldlistrasse abgelehnt. Zugestimmt hatten den Projekt nur 45 Prozent, dies bei einer Stimmbeteiligung von knapp 40 Prozent. Mit dem Nein kann das Komitee IG Jona-Center - Stopp einen grossen Erfolg feiern. Die IG hatte das Referendum gegen das fünf Millionen Franken teure Strassenprojekt ergriffen.

Geplant waren Verbesserungen für den Fussgänger- und Veloverkehr, sowie den Stadtbus. Eine verbesserte Steuerung der Lichtsignale und längere Einspurstrecken hätten den Verkehrsfluss verbessern sollen. All das wollen die Stimmberechtigten nicht. Gut möglich, dass auch das geplante Jona-Center bei vielen Abstimmenden eine Rolle gespielt hat. Das grosse Überbaungsprojekt ist gerade der IG ein Dorn im Auge. Darauf hatte das Nein-Komittee im Abstimmungskampf auch regelmässig hingewiesen. Das Strassenprojekt sei Mittel zum Zweck für die neue Überbauung.

Nur ein Teilprojekt

Während man sich bei der IG über den Erfolg freut, beginnt beim Stadtrat das Wundenlecken. Der Stadtrat bedaure den Entscheid, sagte Bauchef Thomas Furrer gestern vor den Medien. «Ein massgeblicher Grund für das Nein dürfte die notwendige Aufteilung auf Teilabschnitte gewesen sein, welche das Verständnis für das Gesamtprojekt erschwerte», folgert die Stadt in einer Mitteilung.

Unmittelbar vor der Abstimmung war bekannt geworden, dass auch die weitere Planung für die Entwicklung der St. Gallerstrasse vorliegt. Der Stadtrat durfte diese aber nicht präsentieren, weil es sich um eine Kantonsstrasse handelt, bei der die Kommunikationshoheit bei den Behörden in St. Gallen liegt.

Von insgesamt 7127 Stimmen haben 3861 Stimmbürger Nein zur Vorlage von Stadt und Kanton gestimmt. Das entspricht knapp 55 Prozent. Die Ja-Stimmen beliefen sich auf 3196, was gut 45 Prozent entspricht. 70 Stimmzettel wurden leer eingeworfen.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch