Schänis

Schänis will Bauland verkaufen

Am 23. September stimmen die Schänner über einen Landverkauf ab. Die Gemeinde will für 5,7 Millionen Franken ein Grundstück in der Breiten verkaufen. Auf dem Areal sollen Doppel-Einfamilienhäuser gebaut werden.

In der Breiten will der Schänner Rat ein Grundstück an Immo Kistler verkaufen, um dort eine Überbauung mit Doppel-Einfamilienhäuser möglich zu  machen. Das Projekt muss in seiner Bauweise auf die Lage am Siedlungsrand Rücksicht machen.

In der Breiten will der Schänner Rat ein Grundstück an Immo Kistler verkaufen, um dort eine Überbauung mit Doppel-Einfamilienhäuser möglich zu machen. Das Projekt muss in seiner Bauweise auf die Lage am Siedlungsrand Rücksicht machen. Bild: Sabine Rock

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Am Anfang der Geschichte steht der Chrüppelbach. Weil dieser wegen einer Bachsanierung umgelegt wurde, konnte das angrenzende Land eingezont werden. Der damalige Eigentümer verkaufte das Bauland einem Baukonsortium. Mit diesem vereinbarte der Schänner Gemeinderat im Jahr 2014 in einem Vertrag eine Überbauungspflicht.

Weil das Konsortium das Bauprojekt dann nicht in die Tat umsetzte, entschied sich der Gemeinderat, das Bauland zu kaufen – für vier Millionen Franken. Eine entsprechende Kaufoption war im Vertrag vereinbart worden. An einer Urnenabstimmung im Mai des Jahres 2017 gaben die Bürger schliesslich grünes Licht für das Vorhaben. Jetzt soll das Land in der Wohnzone W2 weiterverkauft werden. Darüber entscheiden die Stimmbürger am 23. September.

Hintergrund des Handels: Die Gemeinde will die Hortung von Bauland verhindern: «Für die weitere Entwicklung von Schänis ist es wichtig, dass Bauland auch tatsächlich überbaut wird», sagt Herbert Küng (FDP), Gemeindepräsident von Schänis: Wegen Baulandhortung würden für ein moderates Wachstum notwendige Einzonungen verhindert und Steuerausfälle entstehen.

Überbauungsplan liegt vor

Der Rat sicherte deshalb der Bürgerschaft mit dem Kauf der Liegenschaft «Breiten» den zeitnahen Weiterverkauf des Baulandes an einen geeigneten Investor zu, wie die Gemeinde Schänis in einer Medienmitteilung schreibt. Für das Grundstück in der Breiten besteht bereits ein rechtskräftiger Überbauungsplan, der eine verdichtete Bauweise vorsieht, sagt Küng: Geplant sei eine Überbauung mit Doppel-Einfamilienhäuser. Der Gemeindepräsident rechnet damit, dass bis in einem Jahr ein konkretes Bauprojekt vorliegen wird und dass im Jahr 2020 die Bauarbeiten in Angriff genommen werden können.

Die Bauten hätten sich bezüglich Gliederung der Baukörper, Gestaltung, Materialwahl, Farbgebung und Einheitlichkeit gut in das Orts- und Landschaftsbild einzufügen, schreibt die Gemeinde weiter: «Im Weiteren muss auf die Lage am Siedlungsrand Rücksicht genommen werden. «

Aktive Bodenpolitik

Der Schänner Gemeinderat schrieb im November des letzten Jahres das Bauland öffentlich zum Verkauf aus und setzte hierbei den Mindestverkaufspreis mit 4 Millionen Franken fest. In der Folge gingen drei Angebote ein. Der Rat entschied sich schliesslich, das Bauland für 5,7 Millionen Franken an die Immo Kistler AG in Altendorf zu verkaufen.

Nun muss noch das Stimmvolk das Geschäft absegnen. Küng ist zuversichtlich, dass es am 23. September zu einem Ja kommt: «Die Vorlage ist vernünftig und verhilft der Gemeinde Schänis zu einem willkommenen Wachstum.» Falls die Bürger wider Erwarten Nein sagen würden, müsste der Gemeinderat über die Bücher gehen, mittels Analyse die Gründe für die Ablehnung der Vorlage eruieren und allfällige Schlüsse bezüglich des weiteren Vorgehens ziehen. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 04.09.2018, 15:44 Uhr

Gelb markierte Fläche: Das Grundstück Nr. 1835 entspricht Bauland in der Wohnzone W2. Grün markiert: Das Grundstück Nr. 1856 befindet sich in der Grünzone Freihaltung.

Artikel zum Thema

Gemeinde will mit aktiver Bodenpolitik Wachstum ankurbeln

Schänis Am Sonntag stimmen die Schänner über einen Landkauf ab. Es handelt sich dabei um 6600 Quadratmeter Bauland in der Wohnzone. Mehr...

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@zsz.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 044 928 55 82. Mehr...

Newsletter

Das Beste der Woche.

Endlich Zeit zum Lesen! Jeden Freitagmorgen Leseempfehlungen fürs Wochenende. Den neuen Newsletter jetzt abonnieren!

Kommentare

Abo

Eine für alle. Im Digital-Abo.

Die Zürichsee Zeitung digital ohne Einschränkung nutzen. Für nur CHF 25.- pro Monat. Jetzt abonnieren!