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Sanitärtechniker Geberit erzielt mehr Umsatz

Nach kurzer Wachstumsflaute hat Geberit im dritten Quartal 2017 wieder aufs Tempo gedrückt. Insgesamt haben die Sanitärtechniker nach neun Monaten mehr ­umgesetzt als im Vorjahr, aber deutlich weniger verdient.

Der Joner Sanitärtechnikkonzern Geberit hat in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2017 den Umsatz leicht gesteigert — der Gewinn hingegen sank.
Der Joner Sanitärtechnikkonzern Geberit hat in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2017 den Umsatz leicht gesteigert — der Gewinn hingegen sank.
Keystone

Der Sanitärtechniker Geberit hat in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2017 gegenüber dem Vorjahr den Umsatz leicht gesteigert. Unter dem Strich legten die Nettoumsätze bis Ende September um 1,4 Prozent auf 2,2 Mrd. Franken zu, wie die Industriegruppe aus Rapperswil-Jona am Dienstag bekannt gab. Bereinigt um die Währungseinflüsse – in Bezug auf den starken Franken im Verhältnis zum Euro – ergibt sich ein Plus zum Vorjahr von3,0 Prozent.

Der Heimmarkt Schweiz – als drittgrösster von Geberit – wuchs um 0,2 Prozent. In dem für Geberit wichtigsten Ländermarkt Deutschland (+0,2 Prozent) wirkte sich der anhaltende Engpass bei den Installateuren in der Baubranche wachstumshemmend aus. Die Wartezeit, um in Deutschland einen Installateur zu erhalten, dauerte im Sommer 155 Tage, wie Konzernchef Christian Buhl am Dienstag an einer Telefonkonferenz sagte.

Höhere Rohmaterialpreise

Positiv gilt es zu vermerken: Im dritten Quartal ist der Umsatz von Geberit wieder leicht beschleunigt gewachsen. Der Nettoumsatz erreichte 733 Mio. Franken, was einem Anstieg von 5,8 Prozent entspricht. Im zweiten Quartal war das Wachstum beim grössten Sanitärtechniker Europas mit einem Minus von0,8 Prozent zum Erliegen gekommen, was Geberit massgeblich auf die geringere Anzahl an Arbeitstagen zurückführt.

Unter den Erwartungen blieben im Berichtszeitraum die Gewinnzahlen von Geberit. Der Betriebsgewinn (Ebit) sank in den ersten neun Monaten dieses Jahres um 9,3 Prozent auf 494 Mio. Franken, der Reingewinn um 11,2 Prozent auf 416,7 Millionen. Belastend auf das Ergebnis wirkten sich nach Angaben des Managements höhere Rohmaterialpreise und Personalkosten sowie die Kosten von 45 Mio. Franken – hauptsächlich für Sozialpläne – für die Schliessung zweier Keramikwerke in Frankreich aus.

Für das Gesamtjahr gibt sich die Geberit-Spitze vorsichtiger als noch vor kurzem: Neu stellt das Unternehmen für das Geschäftsjahr 2017 noch ein Umsatzplus von rund drei Prozent in Aussicht, statt drei bis vier Prozent anlässlich der Bekanntgabe der Halbjahreszahlen im August. Enttäuscht vom Ergebnis und vom Ausblick zeigten sich am Dienstag die Anleger: Die Geberit-Papiere verloren im Tagesverlauf bis zu 5 Prozent.

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