Lützelau

Panne bei Bauarbeiten ­– Lützelau fürs Erste ohne Strom

Pech zum Saisonauftakt: Die Campinginsel Lützelau muss vorerst ohne Strom auskommen. Dies, weil die Elektroleitung nicht durch das neue Rohr im See passt. Das Restaurant auf der Insel bleibt geschlossen, die Suche nach dem Defekt läuft auf Hochtouren.

Bei den Bauarbeiten auf der Insel Lützelau sind Probleme aufgetreten.

Bei den Bauarbeiten auf der Insel Lützelau sind Probleme aufgetreten. Bild: Ortsgemeinde Rapperswil-Jona

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Schlechte Nachrichten für Camper und Freunde der Insel Lützelau: Das traditionelle «Itrinkete» am kommenden Wochenende fällt ins Wasser – und auch das Muttertags-Mittagessen mit Gratis-Prosecco Mitte Mai muss der Inselpächter absagen.

Grund: Die kleine Schwester der Ufenau ist aktuell nicht ans Stromnetz angeschlossen. Das wiederum hat mit den neuen Werkleitungen zur Insel zu tun. Bei der Erneuerung der Leitungen sind «unerwartete Schwierigkeiten» aufgetreten, teilt die Ortsgemeinde Rapperswil-Jona mit. Die Insel sei zwar wie gewohnt öffentlich zugänglich, das Restaurant aber bleibe vorerst geschlossen.

Es klemmte im Endspurt

Warum die Camper fürs Erste auf Fischknusperli aus dem Restaurant verzichten und im Dunkeln zur Toilette müssen, hat folgenden Grund: Der Einzug des Elektrokabels ins im See verlegte Hüllrohr von Rapperswil zur Lützelau konnte noch nicht vollzogen werden. Das Kabel hätte an einem Seil befestigt und mittels Zugmaschine von der Lützelau in die 1,7 Kilometer lange Leitung gezogen werden sollen, erklärt Christoph Sigrist, Geschäftsführer der Ortsgemeinde. Warum genau es im Endspurt harzte, ist noch offen. Derzeit laufen die Abklärungen, sagt Sigrist, man gehe von einem technischen Problem aus. Sobald die Ursache bekannt sei, werde über das weitere Vorgehen entschieden. Die Erneuerung der Werkleitungen hat fast eine Million Franken gekostet.

Beim Verein Rapperswil Zürichsee Tourismus versucht man derweil, nach vorn zu blicken. «Damit hat so kurz vor dem Saisonstart keiner gerechnet», sagt Tourismus-Chef Simon Elsener. Das Ganze sei zwar sehr bedauerlich, nicht zuletzt auch weil die Wetterprognosen für den Start am Wochenende nur Gutes versprechen. «Wir sind aber stark bemüht, zeitnah eine Lösung zu finden.» Das Kernteam aller Beteiligten komme derzeit täglich zusammen, um die Lage zu besprechen und die neusten Informationen auszutauschen. Ziel sei es, die Insel Lützelau möglichst rasch wieder mit Strom zu versorgen.

Reservationen absagen

Auch Inselpächter Joe Kunz versucht, das Beste aus der Situation zu machen. Für ihn geht es nun darum, Camper und angemeldete Gruppen zu informieren, dass das Restaurant zunächst geschlossen bleibt. Eine kalte Küche sei für ihn keine Option, sagt Kunz, und auch Getränke könnten ohne Strom nicht gekühlt werden. Nebst dem Verzicht aufs Restaurant müssen die Camper kurzfristig auch ohne Licht in densanitären Anlagen auskommen. «Dafür finden wir aber sicher eine Übergangslösung», sagt der Inselwart, notfalls würden punktuell Lampen aufgestellt.

Simon Elsener hofft, dass sich vielleicht schon in ein paar Tagen eine Lösung abzeichnet. Dass auf der Insel trotzdem weiter in der Zukunft liegende Anlässe abgesagt wurden, etwa der Muttertags-Lunch, begründet Elsener wie folgt: «Wir sind lieber auf der sicheren Seite.» Wenn das Restaurant dann trotzdem früher starten könne, sei es eine angenehme Überraschung.

Ohne Probleme verlief indes die Verlegung der neuen Abwasserleitung. Dank der neuen Seeleitung und dem Pumpenschacht auf der Insel können die Camper inzwischen unbesorgt aufs stille – allerdings dunkle – Örtchen. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 24.04.2018, 14:49 Uhr

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