Rapperswil-Jona

Roboter mit besonderen Fähigkeiten

An der Hochschule für Technik fand am Samstag zum 15. Mal der Roboter-Wettkampf RobOlympics statt. Über hundert Jugendliche kämpften in fünf Disziplinen gegeneinander.

Herausforderung Technik: Die Disziplin «Linienfolger» fordert von den kleinen Robotern grosse Präzision.

Herausforderung Technik: Die Disziplin «Linienfolger» fordert von den kleinen Robotern grosse Präzision. Bild: Sabine Rock

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Einer der Roboter drängt seinen Gegner immer weiter an den Rand, viel Widerstand kann dieser nicht mehr bieten, dann ist er aus dem Ring. Sumo-Ringen ist am Samstag an den RobOlympics der Hochschule für Technik Rapperswil nur eine von fünf Disziplinen, welche die Jugendlichen mit ihren selbst entwickelten Robotern zu bestreiten haben. An anderen Tischen müssen ihre Roboter so viele Tischtennisbälle wie möglich auf die Gegnerseite schaffen, geschwungenen Linien folgen oder Bälle versenken.

Fasnächtliche Aufgabe

Krönung zum Fasnachtsbeginn ist eine Ad-hoc-Aufgabe, bei welcher die Jugendlichen nur gerade zwei Stunden Zeit haben, einen Roboter zu entwickeln, der eine Maske zu Fall bringen und eine Guggenmusik auslösen kann. Über hundert Jugendliche in 22 Teams stellen sich den Herausforderungen der 15. RobOlympics. Es beteiligen sich Sekundarschulen, Gymnasien, Berufsschulen sowie private Gruppierungen aus der ganzen Schweiz und auch aus Deutschland.

Den gläsernen RobOlympics-Pokal gewinnt später das Team Login-Crew der Login Berufsbildung AG Zürich. Dieses hat mit Lego-Bausätzen nach vorgegebenem Regelwerk gearbeitet. «Damit alle Parteien die gleichen Voraussetzungen haben», erklärt Erwin Brändle. Der Professor im Studiengang Elektrotechnik ist Hauptverantwortlicher der RobOlympics. Er gründete den Wettkampf vor 15 Jahren mit dem Ziel, Jugendliche für Technik zu begeistern und Schwellenängste abzubauen. «Dank den RobOlympis fanden bereits einige Studenten ihren Weg zu uns», verrät Erwin Brändle stolz. Ideen für Problemlösungen zu entwickeln, zu konstruieren und zu programmieren sei einfach faszinierend.

Weibliche Perspektive gefragt

Freuen würde es den HSR-Dozenten, wenn er noch mehr weibliche Lernende für den Wettkampf begeistern könnte. «Frauen bringen andere Gedanken in die Technik ein», weiss er.

Dass Technik auch fürs weibliche Geschlecht spannend sein kann, bestätigt Teilnehmerin Stefanie Ponca. Sie habe sich am Wahlprojekt der Zürcher Kantonsschule Wiedikon beteiligt, weil sie es spannend fände, einmal einen Roboter zu entwickeln. Zwei Stunden wöchentlich arbeitete die Gruppe seit den Sommerferien an ihrer Schule an den gestellten Aufgaben.

Und der Einsatz hat sich gelohnt, wie die Schlussresultate zeigen: Das gemischte Team aus Zürich Wiedikon landete bei der Disziplin «Linienfolger» auf dem ersten Platz und auf dem zweiten in der Gesamtwertung der RobOlympics.

Sieger der Fasnachtsaufgabe wurde ein Team vom Karl-Maybach-Gymnasium aus dem deutschen Friedrichshafen. Das Sumo-Ringen der Robote gewannen die vier «Turbo-Schnecken» der Sekundarschule Sirnach. «Es war toll!», sagt «Turbo-Schnecke» Maik Adrija. Die Roboter-Olympiade in Rapperswil-Jona habe grossen Spass gemacht.

(zsz.ch)

Erstellt: 12.11.2017, 15:03 Uhr

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