Rapperswil-Jona

Restaurant ohne Bewilligung – Knie kommt ungeschoren davon

Für die Umnutzung des Visitor Centers in ein Pop-Up-Restaurant im letzten Jahr hatte Knie keine Baubewilligung. Die neuen Betreiber hingegen halten sich an die Vorschriften.

Das Visitors-Center am Rapperswiler Fischmarktplatz wurde während den letzten Monaten in diverse temporäre Restaurants umfunktioniert – unter anderem auch von Knies Himmapan Lodge.

Das Visitors-Center am Rapperswiler Fischmarktplatz wurde während den letzten Monaten in diverse temporäre Restaurants umfunktioniert – unter anderem auch von Knies Himmapan Lodge. Bild: Archiv Manuela Matt

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Ab Ende März wird im Visitor Center in Rapperswil Bier aller Art serviert. Das lokale Unternehmen Bier Factory und die Stallbar betreiben bis Juni ein Pop-Up im ehemaligen Circusmuseum. Da ein Restaurant nur wenig mit einer Tourist Information zu tun hat, muss für die Umnutzung ein Baugesuch eingereicht werden, was die Gastronomen auch gemacht haben. Die Bauanzeige liegt derzeit auf.

Pikant ist allerdings, dass Knies Himmapan Lodge letztes Jahr für ihr Pop-Up im Visitor Center kein Baugesuch einreichte. «Es lief damals nicht alles buchstabengetreu», räumt Stadtrat Thomas Furrer (parteilos) ein. Die Stadt sei quasi von Rapperswil Zürichsee Tourismus über die geplante Nutzung informiert worden. Trotz fehlendem Baugesuch liess der Stadtrat den Kniebetrieb gewähren. «Man kann auch pedantisch sein», meint Furrer dazu. Das Pop-Up- Projekt trage zur gewünschten Belebung der Altstadt bei.

Es ist nicht das einzige Mal, dass sich Knie beim Pop-Up um die Regeln foutiert hat: In einer Nacht und Nebel Aktion montierte das Unternehmen einen farbigen Wandschmuck am Visitor Center. Dies jedoch, ohne die nötige Erlaubnis bei der Kantonspolizei St. Gallen einzuholen.

Auf Baugesuch bestanden

Der Stadtrat habe die Betreiber des Himmapan-Pop-Ups gerügt, erklärt Furrer. Und beim das neue Projekt habe man auf das Einreichen eines Baugesuchs bestanden. «Wir wollen den Anwohnern die Chance geben, sich zum Projekt zu äusseren.» Sprich, es besteht die Möglichkeit, gegen die Umnutzung Einsprache zu erheben.

Für die nächsten Pop-Ups – noch einmal Knies Himmapan Lodge und ein weiteres noch unbekanntes Restaurant – wird dann keine Bauanzeige mehr aufgelegt, sagt Furrer. Stattdessen kommt ein einfaches Meldeverfahren ohne Einsprachemöglichkeit zum Zug. Die Einsprachefrist für die Bauanzeige zum Bier Pop-Up läuft noch bis am 12. März. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 28.02.2018, 17:42 Uhr

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