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Rekurse haben Erfolg: Hundeverbot wird aufgehoben

Die Hundebesitzer im Seedorf atmen auf. Der Kanton St.Gallen hat das von der Gemeinde Schmerikon verhängte Hundeverbot am Aabachdelta aufgehoben. Einziger Wermutstropfen: Die Hündeler müssen ihre Vierbeiner beim Spaziergang künftig an der Leine führen.

Kein Hundeverbot, sondern Leinenpflicht soll im Aabachdelta in Schmerikon gelten.
Kein Hundeverbot, sondern Leinenpflicht soll im Aabachdelta in Schmerikon gelten.
Archiv Patrick Gutenberg

Hundebesitzer und ihre vierbeinigen Lieblinge dürfen am Aabachdelta künftig wieder gemeinsam entlangspazieren. Dies teilte das Gesundheitsdepartement St.Gallen am Mittwoch mit. In Freudentaumel verfallen mögen die Hündeler ob der Nachricht aber noch nicht. Denn noch ist unklar, ob der Schmerkner Gemeinderat den Entscheid des Kantons akzeptiert.Rückblende: Um das ökologisch wertvolle Aabachdelta zu schützen, erliess die Gemeinde Schmerikon Ende November des letzten Jahres ein Hundeverbot. Für die Hündeler ein Affront. Mit einem Rekurs sowie einer Petition an den Gemeinderat machten sie ihrem Ärger Luft.

Am Mittwoch nun die frohe Kunde: Das kantonale Gesundheitsdepartement heisst den Rekurs der Hündeler teilweise gut. Ein Hundeverbot sei unverhältnismässig, schreibt der Kanton in einer Mitteilung, da mit einem Verbot der beabsichtigte Schutz der Natur einseitig zulasten der Hundehalter verwirklicht würde. «Auch andere Faktoren wie etwa der Mensch beeinflussen die Natur negativ», erklärt Ueli Nef, Leiter Rechtsdienst des Gesundheitsdepartements. Und man dürfe nicht vergessen, dass gemäss Bundesgericht Hundehalter ein Grundrecht haben, sich mit ihrem Hund in der Öffentlichkeit zu bewegen. Dieses müsse man, wenn schon, massvoll einschränken.

Anstelle des Verbots hat der Kanton deshalb eine Leinenpflicht angeordent. Hunde müssen von ihren Herrchen am Aabach künftig «an kurzer Leine» und damit quasi bei Fuss geführt werden.

Mission erfüllt

Der Entscheid des Kantons kann innert 14 Tagen ans Verwaltungsgericht weitergezogen werden. Ob die Gemeinde Schmerikon von diesem Recht Gebrauch machen wird ist noch nicht klar. «Der Gemeinderat wird kommenden Dienstag über das weitere Vorgehen befinden», lässt Gemeindepräsident Félix Brunschwiler (parteilos) verlauten.

Auskunftsfreudiger zeigen sich die Hündeler: «Selbstverständlich freuen wir uns über unseren Teilerfolg», sagt Renate Ammann, eine von drei Initianten der Petition gegen das Hundeverbot. Zwar sei die Leinenpflicht nicht unbedingt das, was man sich erhofft habe, dennoch werde das Initiativkomitee wohl keine weiteren Schritte ergreifen. «Für uns ist die Mission erfüllt.»

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