Rapperswil-Jona

Reitstall muss neuer Eishockey-Trainingshalle weichen

Mehr Eis für den Eissport in Rapperswil-Jona: Eine Trainingshalle für Eishockeyaner und Eiskunstläufer soll im Joner Grünfeld gebaut werden.

Der Standort der Eishockey-Trainingshalle wird das Grundstück des heutigen Reitstalls direkt an der Oberseestrasse 150 in Jona sein.

Der Standort der Eishockey-Trainingshalle wird das Grundstück des heutigen Reitstalls direkt an der Oberseestrasse 150 in Jona sein. Bild: Screenshot Google Street View

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Die Rapperswil-Jona Lakers können aufatmen: Der Stadtrat hat einen Standort für eine neue Eishockey-Trainingshalle gefunden. Diese soll im Joner Grünfeld zu stehen kommen, wie der Stadtrat am Rande einer Medienkonferenz zum Projekt Lido bekanntgab. Stadtpräsident Martin Stöckling (FDP) betonte jedoch, es sei noch kein offizieller Beschluss in dieser Sache gefallen.

Das mag formell stimmen – doch hinter den Kulissen scheint die Situation bereits klar. Konkreter Standort der Eishockey-Trainingshalle wird das Grundstück des heutigen Reitstalls direkt an der Oberseestrasse sein.

Der Reitstall muss weichen, wie Reitstall-Pächterin Manuela Slagmolen Thommen bestätigt. Sie wurde vor einigen Wochen von den Behörden über die Pläne informiert. «Einen Zeitplan kenne ich noch nicht», sagt Slagmolen. Sie werde jedoch ein Jahr vor dem definitiven Ende des Reitstallbetriebs informiert. Das Land für die Trainingshalle gehört bereits der Stadt Rapperswil-Jona. Einen Alternativstandort für den Pferdehof gibt es nicht. «Ich werde mein Geschäft schliessen müssen», sagt Slagmolen.

Auf dem Reitplatz im Joner Grünfeld haben Pferdefreunde bald nichts mehr verloren: Auf dem Areal soll stattdessen eine Eishockey-Trainingshalle entstehen. Bild: Archiv Manuela Matt.

Synergien nutzen

Lange Zeit sah es so aus, als müsste Slagmolen nur den Reitplatz aufgeben. Dieser befindet sich direkt hinter der bestehenden Sporthalle. Dort ist die Unihockey-Arena der Jona-Uznach Flames geplant. Die Stadt erhofft sich offenbar Synergien zwischen den beiden Sportstätten, die Nachbarn würden. Dies bestätigt auch Flames-Präsident Mike Zimmermann. «Wir könnten etwa die Abwärme der Eisproduktion für unsere Unihockey-Halle nutzen». Das würde den Flames erheblich Betriebskosten sparen. Ende August ist eine Sitzung der Beteiligten angesetzt, um die nächsten Schritte festzulegen. Denkbar wäre etwa, den Zeitplan der beiden Bauprojekte zu harmonisieren. Dieser steht nämlich auch bei der Unihockey-Halle noch nicht definitiv fest. «Unser Ziel ist es, dass die Finanzierung der Halle bis Ende Jahr steht.»

Bei den Lakers freut man sich, dass Rapperswil-Jona mehr Trainingsmöglichkeiten für den Eissport erhält. «Es ist positiv, dass wir der Sache einen Schritt näher kommen», sagt Geschäftsführer Markus Bütler. Derzeit arbeiten Architekten an einer Projektskizze für die Trainingshalle. Später wird die Finanzierung des Hallenneubaus geklärt. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 14.08.2018, 20:44 Uhr

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