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Rapperswil-Jona wählt Erich Zoller ab

Rapperswil-Jona hat den amtierenden Stadtpräsidenten Erich Zoller abgewählt. Neuer Präsident wird Martin Stöckling (FDP). Zoller wiederum will nun Gemeindepräsident von Quarten (SG) werden.

Der neue und der abgewählte Stadtpräsident von Rapperswil-Jona: Martin Stöckling (links) triumphiert klar über Erich Zoller.
Der neue und der abgewählte Stadtpräsident von Rapperswil-Jona: Martin Stöckling (links) triumphiert klar über Erich Zoller.
Michael Trost

Der Sohn von alt Regierungsrat Hans Ulrich Stöckling, der einst ebenfalls Präsident der damals noch eigenständigen Stadt Jona war, war im ersten Wahlgang am 25. September bereits in den Stadtrat gewählt worden.

Stöckling erhielt am Sonntag 4989 Stimmen. Zoller kam als Zweitplatzierter lediglich auf 1649. Keine Chance hatte der von Zollers Partei portierte Peter Göldi. Der CVP-Kandidat erhielt nur 1408 Stimmen. Ihm folgten Rahel Würmli (UGS, unabhängig, grün, sozial) mit 925 Stimmen und Hubert Zeis (parteilos) mit 685 Stimmen. Ausser Zoller war keiner der Kandidaten im ersten Wahlgang angetreten.

Zoller kandidiert in Quarten

Bruno Hug, der Chefredaktor der Gratiszeitung «Obersee Nachrichten», wollte die Wiederwahl Zollers verhindern und inszenierte eine eigentliche Schlammschlacht gegen den 58-Jährigen. Seit Monaten publizierte die Zeitung scharfe Berichte über die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (Kesb). Die Stadt reichte eine Klage wegen Persönlichkeitsverletzung ein. Zoller liess Briefkastenkleber gegen die Gratiszeitung verteilen.

Im ersten Wahlgang vom 25. September hatte Hug den amtierenden Stadtpräsidenten überflügelt. Daraufhin liess die CVP Zoller fallen und portierte Peter Göldi. Zoller, der seit fünf Jahren Stadtpräsident von Rapperswil-Jona ist, trat aber trotzdem zum zweiten Wahlgang an. Sein 62-jähriger Widersacher Bruno Hug (parteilos) verzichtete hingegen und unterstützte Martin Stöckling.

Wie Erich Zoller am Sonntag bekannt gab, wird er sich aber nicht aus der Politik zurückziehen. Im Gegenteil: Er will in drei Wochen beim 2. Wahlgang um das Amt des Gemeindepräsidenten in Quarten (SG) antreten. In der kleinen Gemeinde oberhalb des Walensees stehen allerdings bereits drei andere Kandidaten im Wettbewerb um das Amt. «Das ist für mich ja nichts neues», sagt Zoller am Sonntag gegenüber Journalisten lakonisch.

Stadt versinkt im Verkehr

Unzufrieden ist die Bevölkerung von Rapperswil-Jona vor allem wegen der Verkehrssituation. Täglich kommt es auf den Strassen der fusionierten Gemeinde am oberen Zürichsee zu langen Staus. Der Seedamm hat ein höheres Verkehrsaufkommen als der Gotthard. Ein Verkehrskonzept des Stadtrates lehnte die Bevölkerung ab und verlangte ein Strassentunnel. Stöckling versprach vor seiner Wahl, er werde das Verkehrsproblem angehen.

(SDA)

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