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Rapperswil-Jona übernimmt das Werkjahr

Das Werkjahr Linthgebiet wird ab nächstem Sommer in die Schule Rapperswil-Jona eingegliedert. Der Zweckverband wird aufgelöst. Statt in Uznach absolvieren Schüler das ­Brückenjahr künftig in der Joner Oberstufenschule Weiden.

Statt in Uznach absolvieren Schüler das ­Brückenjahr künftig in der Joner Oberstufenschule Weiden.
Statt in Uznach absolvieren Schüler das ­Brückenjahr künftig in der Joner Oberstufenschule Weiden.
Archiv ZSZ

Eine Brücke zwischen Schule und Beruf – das ist das Werkjahr Linthgebiet (WJL). Das Angebot, als neuntes Schuljahr und als Kleinklasse geführt, hilft lernschwachen Jugendlichen in der Region, sich in die Arbeitswelt zu integrieren. Bisher war das WJL in den Räumen der Schule Uznach untergebracht – im Oberstufenschulhaus Haslen. Dies ändert sich auf das Schuljahr 2018/19 hin. Wie am Donnerstag bekannt wurde, wird das Werkjahr ab nächstem Sommer langfristig in die Schulorganisation Rapperswil-Jona eingegliedert. Dies an der neuen Oberstufenschule Weiden.

Immer weniger Schüler

Hintergrund der Neuorganisation: Der Zweckverband Werkjahr Linthgebiet solle aufgelöst werden, teilt der Verwaltungsrat mit. Dem müssen nun alle Trägergemeinden anlässlich ihrer Bürgerversammlungen zustimmen. In den letzten fünf Jahren hätten die meisten kleinen Schulträger nur noch sehr zurückhaltend Schüler für das Werkjahr ­angemeldet, heisst es in der Mitteilung. Die allermeisten Jugendlichen kamen aus Rapperswil-Jona (drei Viertel der Schüler), aus Kaltbrunn (drei bis fünf Schüler) und vereinzelt aus weiteren Schulgemeinden. Insgesamt habe sich diese Entwicklung schon über die letzte Dekade abgezeichnet, sagt Schulleiter Kai Jerzö. Der Entscheid, das WJL in die Schulorganisation Rapperswil-Jona einzugliedern, sei darum ­alles andere als überstürzt.

In den letzten Jahren habe die demografische Entwicklung der Schülerzahlen die Situation nicht einfach gemacht: «Manchmal kam nur eine Klasse zustande, danach wieder zwei bis drei», erklärt der Schulleiter. Aus diesem Grund musste die Schule immer wieder Lehrer entlassen und kurz darauf wieder neue einstellen. Aktuell sind es 22 Schüler in zwei Kleinklassen.

Weniger Kosten

Mit Rapperswil-Jona habe man eine optimale Lösung gefunden, sagt Jerzö. Die neue Lösung komme sowohl für Rapperswil-Jona als auch für die übrigen Schul­träger günstiger, sagt auch Thomas Rüegg, Schulpräsident von Rapperswil-Jona und Präsident der St. Galler Schulbehörden: Ein Zweckverband brauche eine voll ausgebaute Leitungs- und Verwaltungsstruktur. Zum Beispiel eine Schüler- und Lohnadminis­tration, einen Verwaltungsrat, jährlich neue Mietverträge oder die Mittagsverpflegung. «EinTeil dieses Sockelaufwands fällt durch die Auflösung des Zweckverbands nun weg», erklärt er.

Für Rapperswil-Jona ändert sich finanziell wenig: Zwar trage die Stadt künftig die grösste Last, schildert Rüegg. Das sei aufgrund der Kostenteilung aber heute bereits der Fall: Ein Viertel der Kosten wird unter den Schulträgern gemäss ihren Einwohnerzahlen aufgeteilt. Die restlichen drei Viertel werden pro Schüler aufgeteilt. «Weil Rapperswil-Jona die Gemeinde mit den meisten Einwohnern und den meisten Schülern im Werkjahr ist, tragen wir finanziell auch am meisten zum Angebot bei.»

Lehrer wechseln Standort

Für die Klassenlehrer und Fachkräfte, die bis anhin am Standort Uznach unterrichteten, habe der Beschluss keine Konsequenzen, betont Kai Jerzö: Alle Personen mit einer Lehrbewilligung würden weiterhin für das Werkjahr unterrichten, einfach in Rapperswil-Jona. Ausgenommen sei lediglich eine Person: ein Student, der vorübergehend ein Wahlfach unterrichtet hatte.

Am Angebot selber soll sich nichts ändern. Lediglich der Name lautet neu nur noch Werkjahr. Weiterhin soll dieses in der dritten Oberstufe als neuntes Schuljahr geführt werden – ebenfallsin Kleinklassen. Dass Schüler mit Lernschwierigkeiten in die Regelschule integriert würden, fördere überdies der neue Lehrplan 21, ergänzt Jerzö. Wie wertvoll das Brückenjahr für die Jugend­lichen sei, zeige die Erfolgsquote: In den letzten knapp 40 Jahren habe lediglich ein einziger Jugendlicher keine Anschluss­lösung gefunden.

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