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Rapperswil-Jona prüft fünf Grundstücke für neue Sammelstelle

Der Stadtrat hat die Petition zur Sammelstelle «Brings!» beantwortet. Mit dem Entsorgungsangebot in der Stadt ist der Rat an und für sich zufrieden, will den Auftrag der Stimmbevölkerung für eine zweite Sammelstelle aber trotzdem umsetzen.

Nahe vom Stadtzentrum entsorgen können: Dieses Bedürfnis haben viele Rapperswil-Joner.
Nahe vom Stadtzentrum entsorgen können: Dieses Bedürfnis haben viele Rapperswil-Joner.
Archiv / Manuela Matt

Der Auftrag ist klar: Der Stadtrat muss ein Grundstück für eine zentrumsnahme Abfallsammelstelle finden. Die Bürger hatten der Behörde den Auftrag an der Bürgerversammlung im Juni erteilt. Dies, nachdem die Sammelstelle «Brings!» an der Schachenstrasse im Juli aus wirtschaftlichen Gründen schliessen musste.

Nun hat der Stadtrat eine Petition von 1300 ehemaligen «Brings!»-Kunden beantwortet, die sich für eine Rettung der Sammelstelle und gleiche Bedinungen für die beiden Sammelstellen-Anbieter «Brings!» und Karl Rüegg im Engelhölzli einsetzten. Der Stadtrat stellt in der Antwort zur Petition fest, dass das Abfallwesen in Rapperswil-Jona gut organisiert ist und sich bewährt hat. Dazu gehören verschiedene Sammeltouren, Quartiersammelstellen für Glas und Alu und der «zentrale Entsorungspark Engelhölzli».

Weil sich die Rettung von «Brings!» inzwischen erübrigt hat, fokussiert sich der Stadtrat derzeit auf die Grundstückssuche für eine neue Sammelstelle in Zentrumsnähe, möglichst im Süden der Stadt. Für die Fläche könnten sich interessierte Betreiber zu gleichen Konditionen bewerben. Sprich: Findet der Stadtrat ein Grundstück, kann sich nebst den «Brings!»-Betreibern auch Karl Rüegg um die Bewirtschaftung der Sammelstelle bewerben.

Noch keine konkreten Orte

Konkrete Areale will Bauchef Thomas Furrer (parteilos) noch nicht nennen. Konkrete Ergebnisse würden an der Bürgerversammlung im Dezember präsentiert. «Bis heute sind drei denkbare Grundstücke im Eigentum der Stadt identifiziert.» Diese seien aber noch nicht frei oder von Dritten beansprucht. Furrer sagt, man habe deshalb auch zwei private Grundstücke ins Auge gefasst und werde diese ebenfalls prüfen. Der Bauchef erinnert daran, dass an die Grundstücke hohe Anforderungen gestellt werden. Man benötige etwa 800 bis 1500 Quadratmeter Fläche und dazu auch eine sinnvolle verkehrstechnische Erschliessung.

Für Joel Keller, Betreiber der Sammelstelle «Brings!», fällt die Antwort auf die Petition «wie erwartet» aus. Einzige Enttäuschung sei, dass der Stadtrat den Antrag zur Schaffung der neuen Sammelstelle frühstens im Frühling 2018 vor die Bürger bringen kann. Damit brauchen Kunden Geduld, bis zentrumsnah eine neue Entsorgungsstelle geschaffen wird. In der Zwischenzeit habe er einzelne Angebote in Form von Industriehallen erhalten, die man als Recyclinghöfe nutzen könnte. Allerdings seien diese aus Kostengründen nicht infrage gekommen.

Auch beim Projekt für die Erweiterung des Entsorgungshofes im Engelhölzli stocken die Planungen. Gegen das Projekt ist eine Einsprache eingegangen. Laut Furrer laufen derzeit die Verhandlungen zur Bereinigung. Ebenfalls noch nicht in trockenen Tüchern ist der Baurechtsvertrag mit Karl Rüegg. Auch hier werde noch verhandelt, sagt Furrer. Damit ist weiter offen, wann der Neubau realisiert werden kann.

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