Rapperswil

Rapperswiler Ex-Libris-Filiale bleibt bestehen

Trotz Umsatz­rück­gängen schreibt sie noch schwarze Zahlen: Die Ex-Lib­ris-Filiale in Rapperswil ist eine der wenigen, die nicht geschlossen­ werden. Ein Grund ist vermutlich auch der Be­sitzer der Liegenschaft: Die Migros-Genossenschaft selbst.

Eine der wenigen Ex-Libris-Filialen in der Schweiz, die vorerst nicht geschlossen werden: Die Ex-Libris-Filiale in der Rapperswiler Altstadt.

Eine der wenigen Ex-Libris-Filialen in der Schweiz, die vorerst nicht geschlossen werden: Die Ex-Libris-Filiale in der Rapperswiler Altstadt. Bild: Screenshot Google Street View

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Sie ist eine der Letzten ihrer Art und trotzt allen Widrigkeiten: Die Rede ist von der Ex-Libris- Filiale in Rapperswil. Sie blieb bisher von den Sparmassnahmen weitestgehend verschont. Auch die jüngste Schliessungswelle zieht an der Rappers­wiler Filiale vorbei. In der ganzen Schweiz werden fast drei Viertel der bisher 57 Ex-Libris-Filialen schliessen. Auch Filialen an scheinbar ­guten Standorten, zum Beispiel im Pfäf­fi­ker Seedamm-Center, müssen ihre Lichter löschen. Die Migros-Tochter begründet ihren Entscheid damit, sich mehr auf den Online-Handel zu kon­zen­trieren. Der stationäre Han­del lohne sich immer weniger, dar­um werden alle Filialen, welche sich nicht selbst tragen können, geschlossen.

Über die Gründe, warum ­ge­rade die Rapperswiler Filiale so gut läuft, kann das Unternehmen nur spekulieren. «Es ist schwierig, zu sagen, warum gerade ­diese Filiale mehr Umsatz macht», sagt Medienbeauftragte Marie-Christine Schindler. «Wir vergleichen nur die Jahreszahlen und schauen, ob eine Filiale Miete und Betreibskosten selbst tragen kann.» Sie würden nicht bei jeder einzelnen Filiale eine detaillierte Analyse durchführen. Viele Kunden würden vermehrt online bestellen und nicht mehr in die Läden gehen.

In der Rosenstadt ist das offenbar nicht der Fall. «In Rappers­wil scheint man ein anderes Publikum zu haben», sagt Schindler. «Hier ist die Kundschaft wohl genü­gend gross.» Dazu ­komme, dass die Filiale an einer Passantenlage liege. Ein anderer Faktor dürfte die Mietsituation sein: Die Liegenschaft an der Unteren Bahnhofstrasse gehört nämlich der Migros-Genossenschaft, wie Recherchen der ZSZ zeigen. Für die Ex-Libris-Filiale dürfte hier der Mietzins – im Gegensatz zum Seedamm-Center – niedriger liegen.

Filiale soll bleiben

Wie sicher der Erhalt der Rapperswiler Filiale ist, ist jedoch fraglich. Vor einigen Jahren gab es mit der Ex-Libris-Filiale im Sonnenhof eine ähnliche Situation. Das Unternehmen versicherte im Februar 2013, dass die Filiale nicht schliessen müsse – ein Jahr später war sie zu. Diesmal­ soll das angeblich nicht passieren: «Wir gehen davon aus, dass die Filiale auch die nächsten Jahre bleiben wird», sagt Schindler. (has)

Erstellt: 12.01.2018, 08:30 Uhr

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