Rapperswil-Jona

In Rapperswil kann man neu rund um die Uhr Pakete abholen

Wenn die Post geschlossen ist, müssen Kunden auf die Zustellung ihrer Pakete warten. In Rapperswil schafft der gelbe Riese nun ein neues Angebot: Pakete können rund um die Uhr an einem Automaten abgeholt werden.

Am Dienstag installiert, ab Donnerstag in Betrieb: Der My Post 24-Automat beim Postgebäude am Bahnhof Rapperswil.

Am Dienstag installiert, ab Donnerstag in Betrieb: Der My Post 24-Automat beim Postgebäude am Bahnhof Rapperswil. Bild: Manuela Matt

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Der gelbe Abholzettel für Pakete ist ein Graus. Der Postbote war zwar da, die Bestellung mit all den neuen Schätzen aus dem Onlineshop hatte aber keinen Platz im Briefkasten. Will der Kunde dann zur Post folgt rasch die Ernüchterung: Die Filiale hat schon geschlossen. Mit neuen Paketautomaten will die Post diesem Phänomen ein Ende setzen. Ab Donnerstag ist ein solcher «MyPost24»-Automat am Bahnhof Rapperswil in Betrieb. Es ist das erste solche Angebot im Linthgebiet. Rund um den See installierte die Post bisher erst in der Stadt Zürich, in Meilen und Wädenswil solche Rund-um-die-Uhr-Schalter. Schweizweit sind es deren achtzig.

Die Automaten sind in Sachen Paketpost richtige Alleskönner: Kunden haben nämlich nicht nur die Möglichkeit 24 Stunden am Tag ihre Pakete dort abzuholen, sondern auch Pakete aufzugeben. Retouren an Versandhändler kann man einscannen, für private Päcklipost lassen sich via Touchscreen frankierte Adressetiketten ausdrucken. Am Automaten lassen sich zudem auch eingeschriebene Briefe abholen.

Ein Serviceabbau

Die Automaten sind allerdings umstritten. Post-Kritiker sehen das Angebot als Treiber für Postschliessungen und Dienstleistungsabbau. Die Gewerkschaft Syndicom etwa bezeichnet «MyPost24» als «ungenügende Teillösungen» für Kunden, die von Filialschliessungen betroffen sind. Dazu kommt, dass bei herkömmlichen Postfachanlagen der Paketempfang schweizweit auf Ende Jahr eingestellt wird. In einigen Gemeinden, wie etwa in Schmerikon, werden auf diese Weise bereits seit Juli keine Pakete mehr zugestellt.

Die Post ihrerseits erklärt die Angebotsanpassungen mit dem veränderten Kundenbedürfnis. «Die meisten Kunden möchten ihre Pakete dann und dort erhalten, wo es ihnen am besten passt», schreibt das Unternehmen auf Anfrage. Dafür habe die Post in den letzten Jahren zahlreiche neue Dienstleistungen, darunter My Post 24, auf den Markt gebracht.

Diese neuen Angebote sind allerdings begrenzt verfügbar. Denn in den übrigen Gemeinden des Linthgebiets sind die Zeiten der gelben Abholzettel noch nicht vorbei. In der Region seien derzeit keine weiteren MyPost 24 Automaten geplant, heisst es bei der Post. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 11.10.2017, 16:49 Uhr

So funktioniert es

Um My Post 24 zu nutzen, muss sich der Postkunde online unter www.post.ch registrieren. Nach der Anmeldung erhält der Kunde ein E-Mail mit persönlicher User-ID. Diese wird benötigt, um Pakete (und eingeschriebene Briefe) an einem der Automaten zu empfangen. Bei der Warenbestellung muss dann nebst dem eigenen Namen, die Adresse des Automaten und die User-ID angegeben werden. Ein Abholcode wird per E-Mail oder MMS zugestellt. Am My-Post-24 Automaten können aber auch Pakete aufgegeben werden. Adressetiketten inklusive Barcode lassen sich gegen Kartenzahlung direkt ausdrucken, Online-Retouren können ebenfalls abgegeben werden. Der Automat kann zudem als Schliessfach genutzt werden.(ckn)

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