Finanzen

Raiffeisenbank verwaltet und verleiht erneut mehr Geld

Trotz grossen Margendrucks blicken die Raiffeisenbanken See-Gaster auf ein solides Wachstum im ersten Halbjahr zurück. Die Bankleitungen schliessen deshalb die Einführung von Negativzinsen nicht aus.

Die Fusion der Geschäftsstellen Goldingen, Wald und «am Ricken» war erfolgreich. Die Stellen konnten alle erhalten bleiben.

Die Fusion der Geschäftsstellen Goldingen, Wald und «am Ricken» war erfolgreich. Die Stellen konnten alle erhalten bleiben. Bild: Gaetan Bally

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Es ist ein solides Ergebnis, das die Leitung der Raiffeisenbanken See-Gaster nach den ersten beiden Quartalen vorlegen kann. Der Reingewinn beträgt 6,8 Millionen Franken. Zudem sind die vergebenen Kredite auf insgesamt 2,9 Milliarden Franken und die verwalteten Kundengelder auf 2,6 Milliarden Franken angewachsen. «Mittlerweile ist jeder vierte Einwohner dieser Region Raiffeisen-Kunde», bilanziert Markus Jäger, der Vorsitzende der Raiffeisenbank Rapperswil-Jona. Ende Juni dieses Jahres konnten die Raiffeisenbanken See-Gaster auf einen Stamm von 34 019 Genossenschaftern zählen und beschäftigen 155 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Zum ersten Mal nach der erfolgten Fusion legte die Raiff­eisenbank am Ricken ihr konsolidiertes Ergebnis vor. Dies, nachdem die Geschäftsstellen Goldingen, Wald und Am Ricken zusammengelegt worden waren. «Die Zusammenlegung war ein hartes Stück Arbeit. Sie verlief ­jedoch sehr erfolgreich. Alle Stellen sind erhalten geblieben», sagt Thomas Wick, Leiter der Raiff­eisenbank am Ricken. Nach der Fusion ist sie mit beinahe einem Drittel aller Mitglieder die grösste der vier Banken der Region See-Gaster.

Schalter werden geprüft

Die Bankleitungen können nach jetzigem Stand nicht ausschliessen, dass weitere Fusionen folgen können. «Wir können heute noch nicht vorhersagen, wie sich die Bankenwelt im nächsten halben Jahr entwickeln wird», sagt Markus Jäger. Es sei auch nicht auszuschliessen, dass es in Zukunft einzelne Schalter nicht mehr brauchen werde, weil ein immer grösserer Teil des Zahlungsverkehrs elektronisch abgewickelt werde. «Wir werden den Bedarf jeder unserer Schalter individuell analysieren», sagt Jäger.

Was in Zukunft möglicherweise zum Thema werden könnte, ist die Einführung von Negativzinsen. Davor hat sich die Raiffeisengruppe, als drittgrösste Schweizer Bankengruppe, bislang stets gewehrt, was für einen erheblichen Margendruck auf die regional aufgestellte Bank sorgte. «Die Raiffeisenbanken werden ihre Kosten genauestens überprüfen müssen», sagt Rolf Gütensperger, Leiter der Raiffeisenbank Schänis-Amden. Treiberin hinter dieser Entwicklung sei jedoch eindeutig die Nationalbank. «In jedem Fall aber wären Negativzinsen fatal für die Privatkunden und vor allem für das passive Kreditgeschäft der Bank», sagt Güntensperger.

Praktikum für Studenten

Nicht allzu simpel gestalte sich auch die Suche nach Lernenden. «Bei der Rekrutierung des Nachwuchses spüren wir eindeutig die hohe Maturitätsquote. Viele junge Schüler mit guten Noten gehen direkt an die Kantonsschule und entgehen uns gewissermassen», sagt Rolf Güntensperger.

Die Raiffeisenbanken haben bereits versucht, das Problem anzupacken. Ein Trainee-Programm soll dem Personalmangel Abhilfe schaffen. Dabei können Studenten eine Bankausbildung innerhalb von nur 18 Monaten absolvieren. Solche Massnahmen seien wichtig für die Genossenschaftsbank. «Die Raiffeisenbanken brauchen ­genügend Personal, um für die zukünftigen Herausforderungen gewappnet zu sein», sagt Markus Jäger. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 03.08.2016, 18:00 Uhr

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