Zum Hauptinhalt springen

Umstrittenes Projekt erwacht aus Dornröschenschlaf

Nach jahrelangem Hin und Her um die Überbauung Jona-Center zeichnen sich jetzt konkrete Schritte ab: Seit Mittwoch liegt ein revidierter Gestaltungsplan auf. Stadtrat und Investor sind guten Mutes – trotzdem dürfte das Vorhaben vors Volk kommen.

So soll das Projekt Jona-Center dereinst aussehen.
So soll das Projekt Jona-Center dereinst aussehen.
Visualisierung/zvg

Es schlummert schon seit Jahren auf den Schreibtischen von Fachleuten, und will nicht recht zum Leben erwachen: Nun aber kommt Schwung in das Projekt Jona-Center. Nachdem im Frühling das Nein zum Strassenprojekt St. Gallerstrasse/Feldlistrasse dem Vorhaben einen Riegel schob, stellen Stadt und Bauherrschaft jetzt die nächsten Schritte in Aussicht. Wie am Mittwoch an einer Medieninfo bekannt wurde, liegt der angepasste Gestaltungsplan jetzt für 30 Tage öffentlich auf.

Die Änderungen betreffen vorwiegend Zufahrten zu Nachbargrundstücken sowie über bestehende Rampen. Zu reden gab in den letzten Wochen und Monaten vor allem die Höhe der drei Gebäudekomplexe: Anwohner und Investoren waren sich in dieser Angelegenheit uneins – und sind es teils noch immer. Statt der geplanten 25 Meter Höhe war kurzzeitig eine neun Meter tiefere und um zwei Geschosse reduzierte Variante im Gespräch. Weil dies die Einsprecher nicht milde stimmte, halten Bauherren und die Stadt nun an der ursprünglichen Variante des Projekts «Yona» fest.

Volksentscheid ist wichtig

Nach Ablauf der Auflagefrist des Gestaltungsplans will der Stadtrat die Einspracheentscheide gesamthaft fällen. Anschliessend wird die Teilzonenplanänderung dem fakultativen Referendum unterstellt. Stadtrat und Bauchef Thomas Furrer rechnet damit, dass das Vorhaben vors Volk kommt. Dies ist aus seiner Sicht aber sogar vorteilhaft: Es sei wichtig, dass ein Projekt von dieser Grösse demokratisch legitimiert sei.

Entscheidend für eine Realisierung des Bauprojekts ist und bleibt die Verkehrserschliessung des Jona-Centers – erst recht nach der Ablehnung der Strassenvorlage im März. Ursprünglich ging die Stadt von einer Zunahme des Verkehrs um 16 Prozent aus. Nun liegt ein neues Gutachten vor: Gemäss diesem ist für den Knoten St. Gallerstrasse-Feldlistrasse mit einer genügenden Verkehrsqualität zu rechnen.

«Yona» verursacht einen Mehrverkehr auf den Knoten St. Gallerstrasse-Feldlistrasse von zwei Prozent in der massgebenden Abendspitzenstunde. Der Kanton kritisiert derweil die von der Stadt anvisierte Kreisellösung: Bei einem Kreisel würden die Nachteile überwiegen.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch